| Renate Schramek
Alt und schwerhörig?
Hörgeschädigtengeragogik – eine
rehabilitativ orientierte Bildungsarbeit
(Altern – Bildung –
Gesellschaft, herausgegeben von Ludger Veelken, Bd. 9)
1. Auflage 2002, 192 Seiten, Format 21 x 14 cm
ISBN 978-3-89896-100-4, Broschur, 20,00 Euro, 35,00 sFr
Best.-Nr. 100
Die fundamentale Bedeutung des Hörens für den Zugang zur
sozialen Welt und die alltägliche Lebensorganisation bleibt in
der Regel weitgehend unreflektiert. Für die meisten Menschen
ist es selbstverständlich, Geräusche zu erkennen und Sprache
zu verstehen. Über die Auswirkungen einer Hörschädigung wird
nicht weiter nachgedacht. Ähnlich verhält es sich mit dem
Alter. Zwar ist jede Person mit dem eigenen Alter(n)
konfrontiert, doch blenden viele Menschen die
Auseinandersetzung damit aus. Niemand will selbst alt sein.
Und dennoch kann bei den heute Älteren ein mehr und mehr
selbstbewusstes und zufriedenes Altern bemerkt werden.
Durch steigende Umweltbelastungen stellt eine
Schwerhörigkeit im Alter ein »normales« Risiko dar. Daher ist
die Thematik für die Altenhilfe und Altenbildung von großer
Relevanz. Dabei gilt es aus Sicht der Betroffenen zu klären:
Wie wird Schwerhörigkeit im Alter erlebt? Werden Betroffene
durch rehabilitative Maßnahmen unterstützt? Welche
Hilfestellungen sind förderlich? Und welche Konsequenzen
ergeben sich für die zukünftige geragogische und
rehabilitative Praxis?
So werden in dieser Arbeit von einer theoretischen
Begründung ausgehend die Lebenssituation älterer Menschen mit
Schwerhörigkeit sowie typische Problemfelder aufgezeigt.
Fördernde, teils rehabilitative Ansätze der
Altenarbeit/Altenbildung werden theoretisch und anschaulich
dargestellt. Dabei versteht sich dieses Buch als Anregung für
die Praxis – für Fachleute, ältere Menschen und solche, die es
einmal sein werden. »Dieses Buch empfehle ich gerne allen,
die sich etwas eingehender als im Alltag üblich mit den
Schwierigkeiten der Hörbehinderung auseinandersetzen
wollen.«
Information 4/04, Schweizerische Gesellschaft für
Gerontologie |