| Dorothee Schmit Jacques
Villon (1875-1963)
Raumbegriff und Raumkonzeption im malerischen Werk
(Artificium – Schriften zu Kunst,
Kunstvermittlung und Denkmalpflege, herausgegeben von Kunibert
Bering, Bd. 9)
1. Auflage 2003, 196 Seiten Text, 32 Tafeln mit farbigen Abb. und 76
Tafeln mit schwarzweißen Abb., Format 21 x 13,8 cm
ISBN 978-3-89896-103-5, Broschur, 49,50 Euro, 79,50 sFr
Best.-Nr.
103
Die vorliegende Arbeit beleuchtet das malerische Œuvre des
französischen Künstlers Jacques Villon (1875-1963). Lange Zeit
zu Unrecht in Vergessenheit geraten, steht seine Malerei auch
heute noch im Schatten seines graphischen Werkes, das als sein
herausragender Beitrag zur Kunst des 20. Jahrhunderts gilt.
Während die ältere Forschung Villons malerisches Werk als im
wesentlichen vom Kubismus geprägt sieht, zeichnet die Autorin
anhand von 100 ausgewählten Bildwerken die eigenständig
entwickelte Form der Bildorganisation und die individuellen
Konzeptionen nach, mit denen der Künstler paradigmatisch
Antworten auf das Problem des Raumes und die Frage nach der
Wirklichkeit gibt.
Beleuchtet aus neuer Perspektive, gelang es der Autorin, im
Hinblick auf die drei Problemkreise Linie, Farbe und Raum die
Forschung zu Villons Schaffen durch neue Ergebnisse zu
bereichern. Die Einbeziehung außerstilistischer Kriterien
vermag erstmals herauszustellen, wie sehr das philosophische
Gedankengut Henri Bergsons richtungsweisend ist für Villons
künstlerisches Schaffen. Als besonders aufschlußreich für die
Interpretation des malerischen Werkes erweisen sich darüber
hinaus auch die bislang weitgehend übersehenen und hier
erstmals publizierten Dokumente. Sie stellen neue Erkenntnisse
in den Vordergrund, die uns Villons farbintensive, aber stets
harmonisch-ausgewogene, auf Ordnungsgesetzen beruhende Malerei
als positive Antwort auf die längst in Frage gestellte
Vorstellung einer harmonischen Ordnung der Welt begreifen
lassen. |
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