Peter Richter
Unter wechselnder Wolkenschicht
Lyrik
1. Auflage 2002, 88 Seiten, Format 21 x 13 cm
ISBN 978-3-89896-123-3, Broschur, 11,90 Euro, 21,00 sFr
Best.-Nr. 123
Kennzeichnend für Peter Richters Gedichte ist eine
traumgleiche, sinnliche Sprache: Beim Lesen entsteht ein
Gefühl, als säße man entspannt zurückgelehnt und mit
geschlossenen Augen versunken auf einer Bank und lasse sich –
von den umgebenden Sinneseindrücken berührt – auf eine
Gedankenreise ein. Gerüche, Bilder und Geräusche erwecken
Assoziationsketten, Erinnerungen und neue Bilder. Dabei
erinnert Richters Sprache an die Feinheit und Leichtigkeit der
Pinselstriche impressionistischer Maler; Worte und Bilder
deuten eher an und lassen so genügend Raum für eigenes
Eintauchen und Empfinden. Wechsel der Jahreszeiten, Vergehen
und Werden in der Natur werden zum Sinnbild des Lebens für den
Menschen, der im Einklang mit der Natur lebt, ihre wechselnden
Impressionen einatmet und sich labt an den Geschichten, die
sie erzählt – vergangene ebenso wie zukünftige, traurige
ebenso wie fröhliche. Bezeichnend, dass ein Zyklus Persephone
gewidmet ist: Auch sie, die als Mittlerin zwischen düsterem
Totenreich und der Welt, Fruchtbarkeit und Vergänglichkeit
steht, unterwirft sich einem regelmäßig wiederkehrenden
Rhythmus. Und durchaus vergleichbar sind in Richters Gedichten
sowohl Schwere, Düsterkeit und Wehmut des Winters spürbar als
auch das Leichte, Helle und Unbeschwerte des Sommers.