| Viktor
Szendrödi, Ernst-Jörg Friedl, Giselher Guttmann
FAMOUS – Faktoren und Module
Untersuchungssystem zur Erfassung kognitiver Leistungsdefizite
Ein computergestütztes Verfahren zur
Erfassung quantitativer und qualitativer Merkmale mentaler
Fähigkeiten in intakten und gestörten Leistungsbereichen
2002, Programm-CD-ROM inkl. Manual (140 Seiten, Format 29,7 x 21 cm)
ISBN 978-3-89896-124-0, 1.268,00 Euro, 2.100,00 sFr
Best.-Nr. 124
Mit dem computerassistierten Test FAMOUS (lauffähig auf
allen MS-Windows-Plattformen ab Windows 95 über NT bis XP
Professional) wird ein pathopsychometrisches Verfahren
vorgelegt, das wesentliche Eigenschaften herkömmlicher
Intelligenztests und spezieller Systeme der
Demenzbeurteilung in sich vereint, detaillierte Aussagen
über qualitative und quantitative Merkmale demenzieller
Syndrome und gegebenenfalls den Nachweis intakter kognitiver
Leistungsfähigkeit ermöglicht.
Die Einsatzbereiche des Verfahrens erstrecken sich auf
alle Erkrankungen, mit denen in der Regel kognitive
Leistungseinbußen einhergehen:
- Alkohol- und/oder Drogenmissbrauch
- chronische Erkrankungen im schizophrenen Formenkreis
- Schädel-Hirntraumata
- senile Demenzformen in einem früheren oder mäßig
fortgeschrittenen Stadium
- angeborene und früh erworbene Intelligenzeinbußen
- psychogen bewirkte Minderungen der kognitiven
Leistungsfähigkeit
- Stoffwechselerkrankungen, Schwermetallvergiftungen
usw.
Eine besondere Bedeutung kommt dem Verfahren aufgrund
seiner hohen Sensibilität bei der Früherkennung demenzieller
Erkrankungen vom Alzheimertyp zu.
Die Testabnahme erfordert einen Zeitaufwand von
durchschnittlich 50 Minuten und führt zur sofortigen Ausgabe
15 diagnostisch relevanter Parameter, nebst klinischer
Einstufung des Probanden entlang einer zehnstufigen Skala.
Alle Messergebnisse werden zweifach abgespeichert: in
einer Datenbank – zur Sicherung der Möglichkeit einer
wissenschaftlichen Aufarbeitung der erhobenen Daten – sowie
in einer temporären Textdatei, welche das Hinzufügen von
Kommentaren und Bemerkungen des Testanwenders ermöglicht.
Das Verfahren, dessen Reliabilität über 0.80 liegt,
beinhaltet zwei Parallelserien und lässt somit auch
kurzfristige Testwiederholungen zu.
Die umfangreichen theoretischen Arbeiten und nicht
zuletzt die große Zahl der für die Validierung des
Verfahrens erforderlichen Experimente nahmen eine mehr als
zehn Jahre währende Entwicklungsarbeit in Anspruch. In
dieser Zeit konnte eine Vielzahl klinischer Beobachtungen
mit unterschiedlichen diagnostischen Fällen gemacht werden.
Im Anhang des Testmanuals wird aus den bisher gewonnenen
Erfahrungen – mit dem Ziel, die Interpretationsarbeit zu
erleichtern – eine Sammlung aufschlussreicher Beispiele
dargestellt.
Wir bieten mit dem Test auch ein Supportprogramm an, im
Rahmen dessen Fragen, die sich beim Einsatz des Instrumentes
ergeben, rasch und unbürokratisch beantwortet werden. Auch
beantworten wir Ihnen vor dem Ankauf des Tests unter der
E-Mail-Adresse famous@athena-verlag.de gerne Ihre
spezifischen Fragen.
Amazon: 05.10.05
»Ein wesentlicher Vorzug des Verfahrens besteht neben der
unkomplizierten Testabnahme in der sofortigen Verfügbarkeit
der Testresultate. Langwierige Auswertungsverfahren bleiben
dem Anwender erspart. Die Leistungsparameter, die vom
Programm automatisch berechnet werden, erteilen nicht nur
über die kognitiven Fähigkeiten in diversen
Leistungsbereichen Aufschluss, sondern informieren auch, bis
in differenzierte diagnostische Bereiche hineinreichend,
über mögliche Ursachen beobachtbarer Leistungseinbußen. Der
Umstand, dass der Test über zwei Parallelserien verfügt,
wertet das Verfahren insofern zusätzlich auf, als durch die
Wiederholbarkeit der Messungen eine therapiebegleitende
Verlaufsbeobachtung ermöglicht wird ...«
Primarius Dr. Anton Tölk-Hanke, Leiter der Abteilung für
stationäre Psychotherapie der Landes-Nervenklinik
Wagner-Jaureg in Linz
»In der klinischen Praxis der Psychiatrie erhebt sich
immer häufiger die Notwendigkeit einer detaillierten,
validen und auch zeitlich handhabbaren psychometrischen
Testung kognitiver Leistungen bei einer großen Gruppe von
Patienten mit diversen diagnostischen Einordnungen. Die
klinische Psychologie verfügt für diese Fragestellung
mittlerweile über eine Reihe von Testinstrumenten, die sich
im klinischen Alltag gut bewährt haben. Nicht selten bleiben
aber eine Reihe von grundlegenden konzeptuellen und
theoretischen Problemen bei den Einzelverfahren offen und
wird, überdeckt von einer eingespielten Anwendungsroutine,
häufig auch nicht geklärt und psychometrisch revidiert.
Das Autorenteam um Prof. Dr. Giselher Guttmann, em.
Ordinarius am Institut für Psychologie der Universität Wien,
legte nun nach langjähriger Entwicklung und empirischer
Überprüfung ein computergestütztes Untersuchungssystem zur
Erfassung kognitiver Leistungsdefizite vor, das in
mehrfacher Hinsicht besticht und eine erfreuliche
Bereicherung auch für den klinischen Alltag von Psychiatrie
und Psychotherapie verspricht.
Die Autoren bemühten sich in der Konzeption ihre
Messmodells um eine Integration von bewährten Ansätzen aus
der v. a. faktorenanalytisch begründeten
Intelligenzforschung sowie aus problemrelevanten Ergebnissen
der kognitiven Psychologie, Entwicklungspsychologie und
Motivationsforschung. In ihrer konzeptuell und theoretisch
überzeugend begründeten Synthese gelang es, eine nahezu
vollständige Taxonomie der menschlichen
Problemlösungsfähigkeit zu erstellen, gleichzeitig aber
wichtige motivationale und entwicklungspsychologische
Aspekte zu integrieren. Mit großer Sorgfalt wurde das
Problem der Beziehung von Lösungsgüte und
Lösungsgeschwindigkeit thematisiert und überzeugend in einen
Testvorgang beim individuellen Probanden übersetzt. Auch das
stets zu problematisierende Zusammenspiel von persönlicher
Leistungsdisposition und möglicher Beeinflussung durch
äußere Belastungsfaktoren wurde in der Testkonstruktion
beachtet und vorteilhaft gelöst. Der Schwierigkeit, den
meist aus einer Querschnittsbefundung resultierenden
Testdaten eine auch prozesshafte Interpretation verleihen zu
können, wurde durch Nutzung ergopsychometrischer
Informationen begegnet. Sowohl die auf eine möglichst
vollständige Erfassung der Breite und Güte kognitiver
Leistungsfähigkeit angelegte Testung als auch die
Berücksichtigung grundlegender motivationaler Einflüsse und
prozessbestimmter Variablen versprechen für die Belange des
klinischen psychiatrischen Alltags einen wichtigen
Forschritt. Ein konkretes Beispiel etwa wäre die feine
psychopathometrische Differenzierung von kognitiven
Leistungseinbußen eines Patienten zu Beginn einer
dementiellen Entwicklung, die zusätzlich auch noch von einer
initialen depressiven Symptomatik kompliziert wäre.
Die Psychometrik umfasst eine Reihe von Subtests (Wort-Recall,
Zuordnung von Unterbegriffen zu Oberbegriffen,
Identifikation von Buchstabensequenzen, Erklärung für
Sachverhalte, Flächentransposition optischer Reizvorlagen,
sinnvolle Reihung von Zeichen, Finden analoger Begriffe,
Überprüfung von Aussagen auf Objektivierbarkeit, Finden von
Wörtern mit drei bestimmten Anfangsbuchstaben, Suchen nach
Zahlen in einer Kolonne, Vervollständigen von Mustern,
lineare Transposition optischer Reizvorlagen, sinnvolle
Reihung von Begriffen, Herausfinden nichtpassender Begriffe,
Anwendung logischer Sätze, Erkennen von Begriffen in
Aktualgenese, Zahlenproduktion in umgekehrter Ziffernfolge,
Bestimmen von Schlüsselbegriffen, Vergleich von optischen
Reizvorlagen mit Zeitverzögerung, Verdichtung des
Sinngehalts von Sprichwörtern, Invertierung analoger
Begriff, Analyse begrifflicher Strukturen). Mit Hilfe dieser
Subtests lassen sich Profile in den grundlegenden
Leistungsdimensionen des konvergenten, divergenten und
integrativen Denkens erstellen, lässt sich ein
ergopsychometrischer Index anzeigen wie auch der
Differenziertheitsgrad der kognitiven Leistungsfähigkeit
begründen. Reliabilitäts- und Validitätsgrößen sind
überzeugend. Erfreulicherweise existiert auch eine
Parallelversion für eine notwendige rasche Testwiederholung.
Das computerassistierte Testverfahren ist einfach zu
bedienen. Von großem Gewinn sind die rasch verfügbare
Auswertung und die Kondensation der Testergebnisse in einen
gut lesbaren, computergenerierten Interpretationstext.
Anhand zahlreicher instruktiver Beispiele aus dem klinischen
Alltag wird die breite Anwendbarkeit des vorgelegten
Testsystems demonstriert.
In einer zusammenfassenden Beurteilung kann den Autoren für
ihre große psychometrische Leistung nur gratuliert werden.
Eine möglichst intensive Erprobung ihres Systems in den
vielfältigen Anwendungsbereichen der klinischen Psychiatrie
und Psychotherapie, aber auch der klinischen Psychologie und
der Rehabilitationsdisziplinen ist ihnen sehr zu wünschen.«
Univ.-Prof. DDr. H. P. Kapfhammer, Universitätsklinik für
Psychiatrie, Graz
in: Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie
2/2004
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Hier stehen Ihnen weitere Informationen zum
kostenlosen Download zur Verfügung.
Theoretische Grundlagen, die anlässlich der 11. Jahrestagung
der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie in Berlin 2003
vorgestellt wurden, sowie Vorträge und Fallbeispiele aus
Fortbildungsveranstaltungen vom 4.11.2005 in Wien (Otto
Wagner Spital) und vom 2.02.2006 in Linz (Nervenklinik Linz,
gemeinsam mit pro mente Oberösterreich) sowie vom 22.
Internationalen Kongress von Alzheimer’s Disease
International (12.-14.10.2006 in Berlin):
FAMOUS Verlaufsbeobachtung
FAMOUS Theorie
FAMOUS Demenz und Depression
FAMOUS Früherkennung
und Differentialdiagnose dementieller Einbußen
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