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Rainer Küster
Bochumer Häuser
Geschichten von Häusern und
Menschen
Mit Illustrationen von Thomas
Zehnter und einem Nachwort von Hugo Ernst Käufer
1. Auflage 2006, 192 Seiten m. 33 Abb., Format 21 x 13,8 cm
ISBN 978-3-89896-126-4, Broschur, 14,90 Euro, 26,50 sFr
Best.-Nr. 126
Ausgehend von unterschiedlichsten Gebäuden und Häusern,
die seit Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten zum Bochumer
Stadtbild und zur Geschichte der Stadt gehören, hat sich
Rainer Küster auf Spurensuche begeben. Mit
Fingerspitzengefühl fügt er Zeitzeugenberichte,
Überliefertes und Erzählungen als Ergebnisse seiner
Recherchen wie Puzzleteile zusammen.
Dabei entsteht ein Bild, das nicht nur die
Entstehungsgeschichte, architektonische Details,
Umbaumaßnahmen, Zerstörung und Wiederaufbau der Häuser
nachzeichnet, sondern das vor allem die Geschichte und
Geschichten der Menschen erzählt, die in diesen Gebäuden
lebten oder noch leben, darin arbeiten oder eine enge
Bindung zu ihnen haben. Es handelt sich dabei um so
unterschiedliche Stätten wie das Schauspielhaus Bochum, das
Kaufhaus »Kortum«, eine Wohnung in einem Seniorenheim oder
die Ruhr-Universität Bochum und um so unterschiedliche
Menschen wie eine Fechtlehrerin, einen Nachtwächter, eine
KZ-Aufseherin oder ein junges jüdisches Mädchen.
Die Vielschichtigkeit der ebenso informativen wie
unterhaltsamen Geschichten bietet dem Bochumer Leser neue
Details zu seiner Stadt, macht das Buch aber auch für
Nicht-Bochumer lesenswert. Denn am Beispiel Bochums werden
auch die Geschichte und der Wandel einer ganzen Region
erzählt.
»Denn anzuzeigen gilt es ein Buch, das sich den
Geschichten widmet, die mit Bochumer Häusern verknüpft sind.
Erkundet und aufgeschrieben hat sie Lehrer und Autor Rainer
Küster, ein feinsinniger Beobachter und offensichtlicher
Menschenfreund. Denn natürlich erschöpfen sich die Beiträge
des Buches nicht in bauhistorischen Betrachtungen, sondern
gehen dem Schicksal der Menschen nach, die in diesen
Gebäuden zu Hause waren oder immer noch hier leben. Und
arbeiten. [...] Wenn Sie es gelesen haben, werden Sie mit
anderen Augen durch Ihre Stadt gehen. Ich selbst, der außer
dem Schauspielhaus keines der vorgestellten Gebäude jemals
zu Gesicht bekommen hat, plane schon, demnächst auch mal
tagsüber nach Bochum zu fahren.«
Joachim Feldmann, Am Erker, Nr. 53/2007
»Es gelingt Rainer Küster, den Leser zu rühren,
nachdenklich zu stimmen, ihn mit profunder Kenntnis zu
informieren, aber auch mit feinsinnigem Humor zu
unterhalten. Das Erzählen geschieht mit großem Können, mit
Wärme und menschlicher Anteilnahme, mit Taktgefühl und auch
Mut wie etwa in der Geschichte ›Tod in Bochum‹.
Es ist ein reiches, reichhaltiges Buch. Wenn ich sage, ich
habe es mit sehr viel Spannung und Vergnügen gelesen, so muß
hinzugefügt werden, daß auch sehr viel Nachdenklichkeit und
eine gewisse Melancholie mit im Spiel sind. Die Häuser
›überleben‹ meist die Menschen, und der Mensch ist am Ende
der Unbehauste und doch nicht ganz. Denn er bleibt in der
Erinnerung und insofern ist ihm dieses Buch selbst zum Haus
geworden.
›Bochumer Häuser‹ ist, wie gesagt, nicht nur für Bochumer
geschrieben. Diese aber werden das Buch gewiß mit besonderem
Gewinn lesen, da es auch ein Stück Heimatgeschichte ist, das
Bewußtsein erweitert und die Begegnung mit den Häusern
intensiver macht - wegen der Menschen, die die steinernen
Orte mit Leben erfüllen und erfüllt haben. Es ist ein Buch,
das zu lesen sich unbedingt lohnt.«
Rüdiger Schneider, Literatur im Herner Feuilleton v.
8.11.06
»Will man das Besondere einer Stadt oder Region
ergründen, blickt man auf prägende Köpfe oder bemerkenswerte
Orte. Mit seinen ›Geschichten von Häusern und Menschen‹ hat
Rainer Küster genau dieses für Bochum unternommen und dabei
eine ebenso unterhaltsame wie bildungsreiche Lektüre
publiziert.
Dem Autor gelingt dabei auf insgesamt 192 kurzweiligen
Seiten, woran viele andere Schriften mit ähnlicher Intention
oft scheitern: Er weiß seine Leser mit phantasievollen
›Aufhängern‹ und Geschichten zu ›ködern‹, um sie
gleichermaßen für die von ihm zuvor ausgewählten Orte und
Menschen einzunehmen.«
Linda, Das Stadtteilmagazin, Dezember 06/Januar 07
»Wer über ›Orte‹ schreibt, schreibt entsprechend immer
auch über Menschen, die diese Orte bevölkern, beleben und
sie prägen (oder geprägt haben). Die Kunst, beides zu
verbinden – nämlich die Anmutung der Architektur und deren
menschlicher Aneignung und Verinnerlichung –, gelingt nur
selten. Einem gelingt es geradezu staunenswert: Rainer
Küster in seinem neuen Buch ›Bochumer Häuser‹.«
WAZ Bochum v. 18.10.06
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