Vytautas Kubilius
Literatur in Freiheit und Unfreiheit
Die Geschichte der litauischen Literatur von der
Staatsgründung bis zur Gegenwart
Aus dem Litauischen von Cornelius Hell
1. Auflage 2002, 316 Seiten, Format 19,8 x 12,5 cm
ISBN 978-3-89896-134-9, Hardcover, 19,90 Euro, 35,00 sFr
Best.-Nr. 134
Erstmals wird in diesem Buch dem deutschsprachigen Leser
die litauische Literatur von der Staatsgründung nach dem
Ersten Weltkrieg bis zur unmittelbaren Gegenwart vorgestellt.
Die wichtigsten Werke und vor allem die Biographien der
Schriftstellerinnen und Schriftsteller unter den Bedingungen
der deutschen und der russischen Okkupation, der sowjetischen
Zensur und der neu gewonnen Freiheit werden beschrieben.
Ausführlich wird auch die Literatur der Emigration behandelt.
Weit über den Bereich der Literatur hinaus finden sich
zahlreiche Details der litauischen Kultur- und
Politikgeschichte: Untergrundarbeit in Kriegs- und
Nachkriegszeit, das Leben in sibirischen Lagern, Kunst unter
den Bedingungen des sowjetischen Totalitarismus – dieses Buch
wartet mit Fakten eines Insiders auf.
Sichtbar wird auch ein Ausschnitt litauisch-deutscher
Kulturbeziehungen: In der Nachkriegszeit haben litauische
Autoren in Deutschland wichtige Werke verfasst, es wurden
litauische Stücke aufgeführt, Bücher und Zeitschriften
verlegt. Hier ist diese Szene zum ersten Mal zusammenhängend
dargestellt.
Vytautas Kubilius, geb. 1928, Wissenschaftlicher
Mitarbeiter des Instituts für litauische Literatur und
Volkskunde in Vilnius (1955-2001), Professor an der
Vytautas-Magnus-Universität in Kaunas, Literaturhistoriker,
Komparatist, Literaturkritiker und Autor etlicher Bücher. Er
stellte die Anthologie »Litauische Poesie aus zwei
Jahrhunderten« (Berlin 1986) zusammen und veröffentlichte 1995
eine umfangreiche litauische Literaturgeschichte des 20.
Jahrhunderts. 2001 erschien »Die unbeugsame Muse: die
litauische Literatur der deutschen Zeit«.