| Thomas Eicher (Hg.)
Stefan Zweig im Zeitgeschehen
des 20. Jahrhunderts
(Übergänge • Grenzfälle.
Österreichische Literatur in Kontexten, herausgegeben von
Thomas Eicher, Fritz Hackert und Bernd Hamacher, Bd. 8)
1. Auflage
2003, 320 Seiten, Format 21 x 14 cm
ISBN 978-3-89896-143-1, Broschur, 29,50 Euro, 50,00 sFr
Best.-Nr.
143
Daß Stefan Zweig ein politischer Autor gewesen wäre, läßt
sich beim besten Willen nicht behaupten. Zum Tagesgeschehen
wollte er sich nur selten äußern. Und doch ist sein Name
verbunden mit Konzilianz, Humanität, Pazifismus, Toleranz und
Völkerverständigung, Idealen also, die sein Werk in ein
spezifisches Verhältnis zum Zeitgeschehen setzen. Der
vorliegende Band soll vor allem die Beziehung zwischen den
Texten des renommierten Autors, der Welt, die sie abbilden und
den verschiedenen Rezeptionshorizonten des vergangenen
Jahrhunderts beleuchten. Dabei stehen neben Zweigs Verhältnis
zur Politik die zeitgeschichtlichen Dimensionen seines
Schaffens sowie die Art und Weise, in der gesellschaftliche
Rahmenbedingungen ihre Aufnahme beim Publikum beeinflussen, im
Vordergrund.
Die Beiträge:
Knut Beck: Politik – die wichtigste Sache im Leben?
Stefan Zweigs Haltung zum Zeitgeschehen
Hans-Albrecht Koch: Ästhetischer Widerstand oder
politischer Eskapismus? Vom Erasmus-Buch zur Schachnovelle
Gert Kerschbaumer: Der Festspieldichter Stefan Zweig
Rüdiger Görner: Schweigsame Dissonanzen. Anmerkungen
zum Verhältnis zwischen Richard Strauss und Stefan Zweig
Mark H. Gelber: Wandlungen in Stefan Zweigs Verhältnis
zum Zionismus
Gabriella Rovagnati: Mussolinis »reaktionäre und
ahistorische Politik«: Stefan Zweig und der italienische
Faschismus
Ingrid Schwamborn: Stefan Zweigs ungeschriebenes Buch
Getúlio Vargas
Bernd Hamacher: Das Verschwinden des Individuums in der
Politik. Erasmus, Luther und Calvin bei Stefan Zweig und
Thomas Mann
Thomas Eicher: Der Kriegsheimkehrer als Verbrecher:
Stefan Zweigs Rausch der Verwandlung und Hugo Bettauers
Hemmungslos
Fritz Hackert: Stefan Zweigs Universum. Die Wunder von
Geschichts- und Lebenswelt der Sternstunden
Matjaz· Birk: Stefan Zweigs Humanitätsgedanke während
des Ersten Weltkriegs und seine Fiktionalisierung in der
Novellistik
Gerhard Rademacher: Absolution für einen Königsmörder?
Zu Stefan Zweigs Joseph Fouché
Leopold Decloedt: Stefan Zweig im Spiegel der Wiener
Presse der dreißiger Jahre
Michel Reffet: Stefan Zweigs historische Biographien
und die Gegner der »bürgerlichen Literatur«
Mariana-Virginia Lazarescu: Zur Rezeption Stefan Zweigs
im Wandel der politischen Verhältnisse in Rumänien
Vladimir Vertlib: Der doppelte Bruch »Der allen
Zweig-Freunden sehr zu empfehlende Band enthält mehrere
Detailstudien zu Zweigs Biografie und untersucht
insbesondere, und zwar aus unterschiedlichen Blickwinkeln,
Zweigs Verhältnis zur Politik.«
Klemens Renoldner: Jenseits von Salzburg, in: Spectrum,
19.11.2005 |
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