| Heinrich G. F. Schneeweiß
Aus Sternenstaub
Novelle
1. Auflage 2003, 68 Seiten, Format 21 x 13,8 cm
ISBN 978-3-89896-149-3, Broschur, 11,90 Euro, 21,00 sFr
Best.-Nr.
149
Der Astrophysiker Dieter Urban reist nach Teneriffa, wo
sein Vater einen Nervenzusammenbruch erlitten hat. Dr. Mark
Urban lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Puerto de la
Cruz als ein angesehener Bürger und erfolgreicher Arzt, und
auch der Sohn hat seine Jugend hier verbracht. Im Flugzeug
lernt er einen Deutschen kennen, der Teneriffa lieben gelernt
hat, dieser Liebe erlegen ist und dabei dubiosen
Geschäftemachern in die Hände gefallen ist, die die Sehnsüchte
der Menschen nach einem paradiesischen Raum ausnutzen.
Aus dieser zeitweise fast an eine Kriminalgeschichte
erinnernde Konstellation lässt Schneeweiß seinen Protagonisten
nicht nur die Verstrickung der eigenen Familie in skrupellose
Touristengeschäfte aufdecken, sondern er gibt ihm auch die
Möglichkeit, ein vielschichtiges Bild der Insel zu zeichnen.
Es gibt abgeschiedene Stätten voller mythischer
Vergangenheit und Ruhe, aber auf der anderen Seite aus dem
Boden schießende Hotel-, Wellness- und Touristenanlagen, an
denen sich zwielichtige Immobilienmakler und Glücksschmiede
bereichern, die sogar bereit sind über Leichen zu gehen. Nicht
umsonst zieht sich der Hesperiden-Mythos wie ein roter Faden
durch die Novelle: Herakles überwindet den feuerspuckenden
Drachen und stiehlt die glücksverheißenden goldenen Äpfel aus
dem paradiesischen Garten, womit jedoch der Beginn der
Zerstörung bereits eingeleitet wird. Der Mensch hat das Auge
für und die Achtung vor der Natur verloren, die Hybris der
Allmacht hat ihn vergessen lassen, dass er aus Sternenstaub
kommt und es früher oder später wieder wird. |
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