|
Christine Schwarzer, Vittoria Borsò (Hgg.)
Übersetzung als Paradigma
der Geistes- und Sozialwissenschaften
(Beiträge zur
Kulturwissenschaft, Bd. 6)
1. Auflage 2006, 178 Seiten, Format 21 x 14 cm
ISBN 978-3-89896-159-2, Broschur, 19,50 Euro, 34,00 sFr
Best.-Nr.
159
In einer global vernetzten Welt, in der kulturelle,
soziale und religiöse Grenzen stets neu definiert und
verschoben werden, kann auch die Übersetzung nicht mehr nur
als Vehikel einer zu transportierenden Mitteilung gesehen
werden. Sie ist vielmehr ganz grundlegend an der Produktion
literarischer Sprachen und kultureller Deutungen sowie an
kognitiven Orientierungsprozessen und sozialer Verständigung
beteiligt. Als erster einer Reihe von Studien an der
Heinrich-Heine-Universität, in denen die Übersetzung als
Paradigma für kulturelle Prozesse gefasst werden soll,
beleuchtet der vorliegenden Band das kognitive und
ästhetische Potential der Übersetzung in
philosophiehistorischer und systematischer Dimension. Er
vermittelt darüber hinaus einen Einblick in die Bedeutung
der Übersetzungen für die Hervorbringung »moderner«
Literaturen. Die Beispiele aus der italienischen,
englischen, deutschen und lateinamerikanischen Literatur vom
18. bis zum 20. Jahrhundert zeigen, dass die
Übersetzungstätigkeit selbst für die Genese »nationaler« und
»regionaler« Literatur verantwortlich ist.
Die Beiträge:
Vittoria Borsò: Traduttore/Traditore: La traduzione come
modello epistemologico. Una sfida alle scienze umanistiche
Fabio Ciaramelli: L’intraducibile
Rudolf Heinz: Hermes-Tücken. Zur Metaphorik und Mythologie
des Übersetzens
Vera Elisabeth Gerling: Tausendundein Jorge Luis Borges. Ein
übersetztes Werk als Paradigma für die Literaturwissenschaft
Karl Egon Lönne: Benedetto Croce und die Rezeption des
deutschen Idealismus in Italien
Antonio Palermo: Traduzioni di modelli culturali e d’arte
nel secondo Ottocento napoletano
Matteo Palumbo: Note su Foscolo traduttore dei classici
Antonio Saccone: In margine all’idea di traduzione in
Ungaretti
Hans-Georg Pott: »Was sich am schlechtesten aus einer
Sprache in die andere übersetzen lässt ...«. Zu Nr. 28 von
Nietzsches Jenseits von Gut und Böse
Gerhard Rupp: Beckett e la Germania: Aspetti mediali del
prestito letterario
Joachim Rickes: Die Kunst des Küssens. Überlegungen zu Paul
Flemings Gedicht »Wie Er wolle geküsset seyn«
|
 |