| Wolfgang Bittner
Gleiwitz heißt heute Gliwice /
Gliwice zwano kiedyś Gleiwitz
Eine deutsch-polnische Geschichte /
Historia niemiecko-polska (deutsch /
polnisch)
Mit einem Nachwort von Edward Bialek
1. Auflage 2003, 168 Seiten, 24 Abb., Format 21 x 14,8 cm
ISBN 978-3-89896-161-5, Broschur, 12,90 Euro, 23,00 sFr
Best.-Nr.
161
In einem Barackenlager aufgewachsen, begann sich Wolfgang
Bittner in den 70er Jahren mit seiner schlesischen
Vergangenheit auseinander zu setzen. Noch während des Zweiten
Weltkriegs in Gleiwitz/Oberschlesien geboren, erlebte er als
Kind die Schrecken des Kriegsendes und der Vertreibung, wie
auch den Neubeginn im angeblich goldenen Westen, der für viele
Flüchtlinge und Heimatvertriebene lange Jahre überhaupt nicht
golden war. In Essays, Geschichten und Bildern führt der Autor
dem Leser diese Epoche deutsch-polnischer Geschichte vor
Augen, und zwar am Beispiel einer Familie, die in Schlesien zu
Hause war und durch den Zweiten Weltkrieg entwurzelt wurde.
Keine Lebenserinnerung oder Heimatliteratur, sondern ein
literarisch-gesellschaftspolitisches Zeitdokument, die
Bearbeitung eines Traumas.
»Manche Bücher wirken unspektakulär, ihre Bedeutung erweist
sich auf den zweiten Blick [...] bemerkenswert die Haltung,
mit der Wolfgang Bittner erzählt: frei von Ressentiments oder
revanchistischen Anwandlungen[...].«
Ossietzky
»Die Erinnerungen sind erstaunlich vielfältig und genau
[...] und Wolfgang Bittner berichtet auch von seinen
Erfahrungen im heutigen Gleiwitz.«
Westdeutscher Rundfunk
»Bittner beschönigt nichts [...] dass es unüberbrückbare
soziale Unterschiede zwischen den Heimatvertriebenen und den
Einheimischen gab.«
Ostfriesen-Zeitung
»Das geht unter die Haut [...] Ein
literarisch-essayistisches Werk, informativ und brisant [...]
die Bearbeitung des Traumas einer ganzen Generation, das bis
heute nachwirkt.«
Neues Deutschland
»Der Autor macht in seinem Vorwort wie auch in mehreren
anderen Beiträgen deutlich, dass er Schlesien keineswegs ›heim
ins Reich‹ holen will, wenn er den geschichtlichen Hintergrund
erhellt und von der deutschen Vergangenheit berichtet. In
Polen gilt er als ›entschiedener Verfechter des
deutsch-polnischen Dialogs‹ und ›Fürsprecher der
Verständigung‹ zwischen beiden Völkern [...]«
DOD
»Bittner versteht Schlesien und seine heutigen Probleme. Er
recherchiert in Archiven, kommt mit Schlesiern selbst in
Gespräch [...] Daraus entsteht ein Bild über die
Zeitgeschichte, ein privates ›familiäres Europa‹ [...] Der
Schriftsteller schreibt mit erstaunlicher Offenheit und
journalistischem Können.«
Tygodnik Powszechny, Warschau |