| Hans-Jürgen Pitsch Zur
Methodik der Förderung der Handlungsfähigkeit
Geistigbehinderter
(Lehren und Lernen mit
behinderten Menschen, Bd. 7)
2. Aufl. 2005, 468 Seiten, Format 23,5 x 15,8 cm
ISBN 978-3-89896-163-9, Broschur, 32,50 Euro, 55,00 sFr
Best.-Nr. 163
Die Förderung der selbständigen Handlungsfähigkeit
Geistigbehinderter gerät als pädagogische Aufgabe zunehmend
stärker in das Bewußtsein der pädagogischen Öffentlichkeit.
Bemühungen zu solcher Förderung bedürfen jedoch einer
Orientierung, die bislang nur eingeschränkt zur Verfügung
stand.
In vorliegendem Band werden die Unterrichts- und
Vermittlungsmethoden der Schule für Geistigbehinderte in vier
Gruppen auf ihre Beiträge zur Förderung einzelner Komponenten
der Handlungsfähigkeit hin untersucht: Methoden zur Förderung
einer grundlegenden Orientierung auf Handeln hin, Methoden zur
Förderung der manipulativen Tätigkeit bis zur
Gebrauchsfähigkeit der Hände als Werkzeug, Methoden zur
Förderung des Umgangs mit den Dingen und den Menschen und
Methoden zur Förderung der zunehmenden Selbständigkeit im
Wählen, Entscheiden, Planen und Handeln, getrennt nach
Methoden der direkten Beeinflussung durch Lehrer und solchen
der indirekten Beeinflussung durch die Gestaltung der Umwelt.
Auch werden Effektivität und Effizienz von
Vermittlungsverfahren bewertet, ungeeignete Verfahren
ausgeschieden und in Ziel und Inhalt ähnliche zusammengefaßt.
Die Analyse der methodeninhärenten Interaktionsstrukturen
erlaubt den Aufweis von Abfolgelinien im Methodeneinsatz.
Neben einer lehrerzentrierten Hauptlinie, die wesentlich dem
lehrergesteuerten Neulernen dient, lassen sich drei weitere
Hauptlinien mit zunehmender Schülerzentrierung aufweisen, die
selbstgesteuertes Lernen, Üben und Anwenden, eigenes
Entscheiden und die Kooperation der Schüler fördern können.
Zusammen mit sieben Nebenlinien kann der Methodenraum der
Schule für Geistigbehinderte ähnlich einer Sanduhr modelliert
werden, deren Engstelle durch den Erwerb elementarer
Handlungsschemata gebildet wird. Damit wird Lehrern und
Erziehern eine Orientierungshilfe zur Auswahl jeweils
angemessener Verfahren angeboten. »Anliegen der umfang- und
facettenreichen Trilogie ist es, Lehrern und Erziehern eine
Orientierung hinsichtlich der Förderung der Handlungsfähigkeit
von Schülern mit geistiger Behinderung zu geben. [...] Die
Bände sind klar strukturiert, beinhalten zahlreiche
Abbildungen und Zeichnungen sowie ein Schlagwortverzeichnis.
Sie erfüllen daher auch den Charakter eines Lehrbuches, auf
dessen Inhalte man immer wieder neu zurückgreifen kann. Die
Texte sind aufgrund der klaren Sprache auch für Studierende
gut lesbar, darüber hinaus sind sie Sonderschullehrern und
Lehrenden an Hochschulen sehr zu empfehlen.«
Zeitschrift für Heilpädagogik 5/2004 (Besprechung der drei
Bände: Zur Theorie und Didaktik des Handelns
Geistigbehinderter, Zur Entwicklung von Tätigkeit und Handeln
Geistigbehinderter, Zur Methodik der Förderung der
Handlungsfähigkeit Geistigbehinderter) |
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