ATHENA Verlag - Rolf Duscha

Verlag für Literatur und Wissenschaft

ATHENA Verlagblock.gif (118 Byte)

 
ATHENA
Neuerscheinungen
Katalog
Pädagogik, Didaktik
Literatur, Literaturwissenschaft
Vergleichende Kulturwissenschaften
Kultur, Gesellschaft, Philosophie
Kunst, Kunstgeschichte
Altern + Gesellschaft
Psychiatrie, Psychologie
Uhr, Zeit, Mensch
Literaturen und Kulturen Afrikas
Literatur aus Litauen
Belletristik
Bestellen
Wir über uns
Kontakt
Aktionen, Veranstaltungen
info@athena-verlag.de

 

Ričardas Gavelis

Friedenstaube

Sieben Vilniusser Geschichten

Aus dem Litauischen von Klaus Berthel

2., überarb. Auflage 2004, 120 Seiten, Format 21 x 13,8 cm
ISBN 978-3-89896-211-7, Broschur, 13,90 Euro, 24,50 sFr

Best.-Nr. 211

»Vilnius kann man nicht entfliehen.« Dies ist ein Kernsatz aus dem bekanntesten Roman von Gavelis, dem 1989 erschienenen »Vilniaus pokeris« (Vilniusser Poker). Die litauische Hauptstadt ist hier realer, mehr aber noch metaphysischer Ort des Geschehens. Nicht anders in diesen Erzählungen, die in allegorischer und kafkaesk-surrealer Form Probleme des postkommunistischen Litauens thematisieren. Es sind keine gemütlichen Einsichten: Da geht es um die Umtriebe der Mafia, die langen Schatten der stalinistischen Vergangenheit, um geistig-moralische Desorientierung, neue Armut und neue Reiche, die Verlockungen und die Abgründe der Macht. Auch die Helden dieser Prosastücke können oder wollen ihre Stadt nicht verlassen. Dämonische, zerstörerische Kräfte halten sie gefangen. Vilnius ist stärker als sie, und es ist überall.

Ričardas Gavelis, Prosaist und Dramaturg, gehörte zu den profiliertesten Schriftstellern des Landes. Geboren 1950 in Vilnius, studierte er Physik an der dortigen Universität. Nach kurzer Redakteurstätigkeit bei der populärwissenschaftlichen Zeitschrift »Wissenschaft und Leben« war er als freischaffender Autor und Journalist für die Zeitschrift »Respublika« tätig. Er starb am 18. August 2002 im Alter von 52 Jahren.

Gavelis verfasste drei Bände mit Erzählungen: »Neprasidėjusi Šventė« (Das Fest, das nie begonnen hatte, 1976), »Įsibrovėliai« (Eindringlinge, 1982) und »Taikos balandis« (Friedenstaube, 1995). Romane: »Vilniaus pokeris« (Vilniusser Poker, 1989), »Jauno žmogaus memuarai« (Memoiren eines jungen Menschen, 1991), »Vilniaus džiazas« (Vilniusser Jazz, 1993), »Paskutinioji Žemes zmonių karta« (Die letzte Generation der Menschen auf der Erde, 1995), »Prarastų godų kvartetas« (Quartett der verlorenen Begierden, 1997), »Septyni savižudybes būdai« (Sieben Selbstmord-Varianten, 1999). Daneben Theaterstücke und Kinoszenarien.
»Der 1950 in Wilna geborene Ricardas Gavelis gehört zu den profiliertesten Schriftstellern seines Landes. Man könnte den Verfasser postkommunistischer Hardcore-Prosa als den Pelewin Litauens bezeichnen; jedenfalls erinnert die Mischung von krassen realistischen Details und surrealen Handlungsbögen an den russischen Kultautor.«
aus: »Angriff der Killertauben. Ricardas Gavelis erzählt vom Horror des postsozialistischen Alltags« von Wolfgang Schneider, in F.A.Z. vom 6.02.2002

Ričardas Gavelis: Friedenstaube
 

· Pädagogik Didaktik · Literatur Literaturwissenschaften · Vergleichende Kulturwissenschaften · Kultur Gesellschaft Philosophie · Kunst Kunstgeschichte · Altern+Gesellschaft · Psychiatrie Psychologie · Literaturen und Kulturen Afrikas · Literatur aus Litauen · Belletristik
· ATHENA · Neuerscheinungen · Bestellen · Seitenanfang