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Erich G. Fritz (Hg.)
Russland unter Putin: Weg
ohne Demokratie oder russischer Weg zur Demokratie?
(Brückenschlag – Die
Harald-Koch-Buchreihe der Auslandsgesellschaft NRW: Forum
Internationale Politik, Bd. 3)
1. Auflage 2005, 248 Seiten, Format 23,5 x 15,8 cm
ISBN 978-3-89896-213-1, Broschur, 19,50 Euro, 34,00 sFr
Best.-Nr.
213
Seit 55 Jahren fördert die Auslandsgesellschaft NRW e.V.
das Verständnis von Menschen und fremden Kulturen im Geist
von Toleranz, Humanität und internationaler Freundschaft.
Trotz der politischen Gegensätze zwischen der jungen
Bundesrepublik Deutschland und der damaligen Sowjetunion
bekundete die im Jahre 1949 gegründete Auslandsgesellschaft
ihren Willen, Beziehungen mit der Sowjetunion aufzunehmen,
um Versöhnung herbeizuführen, Verständnis füreinander zu
fördern und ein friedliches Zusammenleben beider Völker zu
ermöglichen.
Der vorliegende Band der Publikationsreihe »Forum
Internationale Politik« befasst sich mit der Frage, ob
Russland unter Putin seinen Weg ohne Demokratie beschreitet
oder ob gerade Putins Politik der russische Weg zur
Demokratie ist. Dabei herrscht unter den Autoren wie den
meisten Beobachtern Russlands Ungewissheit darüber, ob die
Konsolidierung der Macht wichtige Voraussetzung für eine
Demokratisierung ist oder ob Russland längst die neue
Transformation von einer unvollkommenen formalen Demokratie
in eine perfekte Autokratie vollzogen hat.
Die Beiträge:
Gernot Erler: Beslan und die Folgen. Moskaus Kaukasuspolitik
und die russische Transformation
Erich G. Fritz: Stabilität und Ordnung ohne Freiheit und
Demokratie? Chancen und Voraussetzungen einer demokratischen
Entwicklung Russlands
Ruslan Grinberg: Ordnung und wirtschaftlicher Erfolg ohne
Entwicklung zur Demokratie?
Andreas-Renatus Hartmann: Die russische Außenpolitik, die
neue Nachbarschaftspolitik der EU und die Beziehungen
EU-Russland aus Brüsseler Sicht
Markus Ingenlath, Konstantin Kostjuk:
Religionsgemeinschaften in Russland. Eine deutsche Sicht
Andrei Kortunov: Formlose Gesellschaft? Die Rolle
gesellschaftlicher Organisationen in Russland. Eine
russische Sicht
Elena Miroschnikowa: Die Stellung der
Religionsgemeinschaften in Russland. Eine russische Sicht
Claudia Nolte: »Gelenkte Demokratie«. Weg zum autoritären
Staat?
Friedbert Pflüger: Die Präsidentschaftswahl und ihre Folgen.
Russland darf kein Ausnahmepartner sein
Alexander Rahr: Gute und schlechte Oligarchen. Der Umgang
Putins mit den neuen Reichen
Wladimir Ryschkow: Die Vierte Duma als Ballast für die
russische Demokratie
Jens Siegert: Tschetschenien, der Kampf gegen den Terror und
für Menschenrechte
Wolfgang Schäuble: Das deutsch-russische Verhältnis
Kristina Schmelzer-Schwind: Formlose Gesellschaft? Die Rolle
gesellschaftlicher Organisationen in Russland. Eine deutsche
Sicht
Heinrich Vogel: Die verletzte Großmacht. Voraussetzungen für
einen Umgang mit Russland
Margarete Wiest: Stärkung oder Schwächung des
Demokratieprinzips? Der Föderationsrat unter Putin
»Die Publikation vereint eine Reihe russischer und
deutscher Experten, die ihre Position zur russischen
Entwicklung darstellen. [...] Was den Band vor anderen
deutschen Publikationen auszeichnet, ist der Umstand, dass
es dem Herausgeber gelungen ist, eine Reihe aktiver
deutscher Politiker aus verschiedenen politischen Lagern als
Autoren zu gewinnen. Wolfgang Schäuble, Friedbert Pflüger,
Claudia Nolte und Erich G. Fritz analysieren Russland von
einem christlich-demokratischen Standpunkt aus, Gernot Erler
bewertet Moskaus Kaukasus-Politik und die russische
Transformation als stellvertretender Vorsitzender der
SPD-Fraktion. Jens Siegert, der Vertreter der Böll-Stiftung
Moskau, skizziert seine Einschätzung der
Menschenrechtsfrage, und Markus Ingenlath, der bis vor
kurzem die entsprechende Position bei der
Konrad-Adenauer-Stiftung innehatte, erörtert die Lage der
Religionsgemeinschaften.
Indem der Band so Autoren verschiedener politischer Lager in
der Diskussion über die russische Entwicklung zusammenführt,
entsteht ein interessanter Band […]. Die Publikation
vermittelt einen guten Eindruck davon, wie Russland in der
deutschen politischen Klasse wahrgenommen wird.«
Internationale Politik, Oktober 2005
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