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Peter Lampe
wortglassplitter
lyrisches und episches
1. Auflage 2005, 72 Seiten, Format 21 x 13 cm
ISBN 978-3-89896-225-4, Broschur, 11,90 Euro, 21,00 sFr
Best.-Nr.
225
Wo steht Gott, Allah oder welche Namen sonst man wählen
mag, angesichts solcher Geschehnisse wie dem Krieg in
Ex-Jugoslawien, der Anschläge vom 11. September oder
brennender Flüchtlingsheime? Hat uns Gott verlassen oder
haben wir uns abgewandt? Peter Lampe konfrontiert sich und
den Leser mit diesen Fragen, indem er Bibel-Zitate oder auch
philosophische Thesen auf aktuelle politische Ereignisse
prallen lässt. Das geschieht jedoch nicht
distanziert-analytisch, sondern mit einer unglaublichen
emotionalen Sprachgewalt. Bildreiche Wortschöpfungen
hinterlassen eine eigene Sprachmelodie, die eine manchmal
beängstigende, manchmal wärmende, manchmal heiter-ironische
Atmosphäre schafft. Letzteres vor allem dann, wenn es um die
Frage geht, ob das Göttliche – nicht nur theologisch,
sondern auch philosophisch gemeint – in unserem Alltag, im
Umgang mit der Natur, den Mitmenschen, im Wahrnehmen unserer
Umwelt noch eine Rolle spielt oder durch Götzen ersetzt
wurde.
Im letzten Kapitel »zwischen mars und venus« wird dem Krieg
die Liebe entgegengesetzt, der Fremdheit die Nähe. Hier wird
Lampes Sprache noch melodischer, zärtlicher, voller
Andeutungen – und doch kraftvoll, bildgewaltig und packend.
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