Nina Kupczyk
Aus der verbotenen Stadt
Lyrik und Prosa
1. Auflage 2005, 92 Seiten, Format 21 x 13 cm
ISBN 978-3-89896-228-5, Broschur, 11,90 Euro, 21,00 sFr
Best.-Nr. 228
Über allem steht die Frage nach dem Lebens-Sinn: Woher komme
ich, wohin gehe ich – gehe ich überhaupt freiwillig oder werde
ich auf den Weg gebracht? Dabei macht es kaum einen Unterschied,
zu welcher Zeit und in welcher Kultur man geboren wurde, dieses
existenzielle Bedürfnis nach Antworten bleibt universell.
Zu Beginn des Lebens wird der Mensch mit all seinen Fähigkeiten,
Begabungen, seiner Emotionalität und seinen Möglichkeiten in die
Welt geworfen, um sich zu formen, aber auch geformt zu werden.
Leider wird er dabei nur allzu oft in ein Korsett gepresst, das
ihm eigentlich zu eng ist. Fast scheint es, als wolle Nina
Kupczyk mit ihren poetischen Texten dieses Korsett sprengen, so
wort-gewaltig, kraftvoll und emotional, manchmal fast körperlich
spürbar ist ihre Sprache. Was tun wir uns und damit unserem
Gegenüber an, dem anderen und damit wieder uns selbst? Wie
sollen wir die richtige Richtung finden in dieser Welt der
tausend möglichen Wege? Wie kann man diese Polarität von Schönem
und Hässlichem, von Gut und Böse, ja von Genie und Wahnsinn
ertragen? Kupczyks Texte sind Elegien – auch, wenn nur ein
Kapitel konkret so überschrieben ist. Aber das sind keine
klagenden, wehmütigen, resignierenden Trauergesänge, das ist
kein Wimmern, sondern ein lauter Schrei, befreiend, nach vorne
schauend und von solch einer brillanten, expressiven und
temporeichen Sprache getragen, dass einem manchmal fast
schwindlig wird.