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Anselm Vogt
Zwischen Beliebigkeit und
Fundamentalismus
Sozialphilosophische Essays zur
Orientierungskrise des postmodernen Individuums
(Diskurs Philosophie, Bd.
6)
1. Auflage 2007, 120
Seiten, Format 21 x 14 cm
ISBN 978-3-89896-268-1, Broschur, 14,50 Euro, 26,00 sFr
Best.-Nr. 268
Anselm Vogt zeigt in seinen Essays das gefährliche
Zusammenwirken postmoderner Orientierungslosigkeit und der
durch neoliberalen Staatsrückzug begünstigten Entwurzelung
des Individuums auf. Während das Individuum bei zunehmender
Wahl- und Handlungsfreiheit und immer schwächerer innerer
Orientierung ziellos von Event zu Event driftet, zerstört
ein neoliberal flexibilisierter Arbeitsmarkt die Reste
dauerhafter Bindungen durch wachsende Ansprüche an die
Mobilität des Einzelnen. Dies führt zur Sehnsucht nach
Geborgenheit in autoritärem und kollektivistischem Denken in
Gestalt von Reethnisierung und fundamentalistischen
Glaubenssystemen. Schon heute mehren sich Anzeichen eines
schleichenden Rückgangs der Identifikation der Menschen mit
den Grundüberzeugungen des liberalen Rechtsstaates
westlichen Musters.
Eine Lösungsmöglichkeit sieht der Autor in der
Wiederbelebung eines aufklärerischen Verständnisses von
Freiheit und Mündigkeit im Sinne einer Stärkung von Vernunft
und Selbstbeherrschung als Basis einer längerfristigen
Orientierung.
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