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Anette und Peter Horn (Hgg.)
Das Wissen der Weltbürger
(Diskurs Philosophie, Bd.
7)
1. Auflage 2008, 152
Seiten, Format 21 x 14 cm
ISBN 978-3-89896-301-5, Broschur, 14,50 Euro, 26,00 sFr
Best.-Nr. 301
»Weltbürger« oder »Kosmopolit« war im 18. Jahrhundert ein
Modewort. In ihrer Begeisterung konnten sich die
»Kosmopoliten« auf die griechische Philosophie der Kyniker
(Diogenes) und Stoiker (Chrysippos) berufen, die den
Menschen nicht mehr als Bürger (Polites) eines einzelnen (Stadt-)Staates,
sondern der ganzen Welt (Kosmos) ansahen. Der vorliegende
Band versucht einige Aspekte des »Weltbürgertums« im 18.
Jahrhundert aufzuzeigen:
Ulrike Kistner analysiert in ihrem Beitrag »Globalisierte
ImagiNation: Die Zwillingsgeburt von Kosmopolis und Nation
aus der Imagination« Kants Begriff des sensus communis, der
sich sowohl für Nationalismus als auch für Kosmopolitanismus
als anschlussfähig erwies. Die Behauptung Kants,
Sittlichkeit sei für alle vernünftigen Wesen überhaupt
schlechterdings notwendig, nimmt Peter Horn zum Anlass, Kant
und das Projekt seiner universalen Ethik zu untersuchen.
Bernd Fischer zeigt das Verhältnis prominenter
amerikanischer Neokonservativer zu Kants juristischer und
politischer Vision eines zukünftigen Weltbürgertums auf.
Anette Horn untersucht die Problematik von Herders
Humanitätsbegriff zwischen Partikularismus und
Universalismus. Jeroen Dewulf stellt sich in seinem Beitrag
über die Schriften Alexander von Humboldts zu Lateinamerika
die Frage, ob sie Anlauf einer wissenschaftlichen
Inbesitznahme oder ein Meilenstein im Unabhängigkeitskampf
sind. Cem Sengül schreibt über Annäherungen an nationale und
transnationale Vorstellungen und über den Aufklärer
Friedrich Nicolai als Preuße und Kosmopolit. Und zu guter
Letzt widmet sich Metin Toprak Wieland, der von Grönland bis
zu den Südseeinseln noch solche Völker sah, die »in der
Wildheit ihres kindischen Alters herum laufen«.
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