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Sebastian Barsch
Geistig behinderte
Menschen in der DDR
Erziehung – Bildung – Betreuung
(Lehren und Lernen mit
behinderten Menschen, Bd. 12)
1. Aufl. 2007, 240 Seiten,
Format 23,5 x 15,8 cm
ISBN 978-3-89896-302-2, Broschur, 34,50 Euro, 59,00 sFr
Best.-Nr. 302
Wie erlebten Menschen mit geistiger Behinderung in der
DDR Bildung und Erziehung? Welche Berufe konnten sie ausüben
und welche Unterstützung bot ihnen die Gesellschaft? Wie
gestalteten sie ihre Freizeit und welche Betreuungsangebote
konnten sie in Anspruch nehmen? Neben solchen Fragen des
erlebten Alltags wird der Bogen über die
rechtlich-ideologischen Vorgaben, das sich entfaltende Netz
spezieller Institutionen bis hin zur pädagogischen
Theoriebildung gespannt. Auf breiter Quellengrundlage
rekonstruiert und analysiert der Autor die
Lebenswirklichkeit dieser gesellschaftlich benachteiligten
Personengruppe in der SBZ/DDR von 1945 bis 1989/90.
Neben einer umfassenden Darstellung der theoretischen
Grundlagen der Rehabilitationspädagogik und ihrer
historischen Entfaltung im Wissenschaftsbetrieb der DDR
werden die rechtlichen, ideologischen und institutionellen
Rahmenbedingungen von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen
nachgezeichnet. Darüber hinaus werden die Aspekte
medizinisch-psychiatrischer Versorgung aufgegriffen und in
Hinblick auf Anspruch und Wirklichkeit kritisch untersucht.
Unter Einbeziehung politisch-ideologischer Leitlinien der
DDR werden die Ergebnisse reflektiert und anhand von
Fallbeispielen überprüft. Insgesamt zeigt die Untersuchung
ein vielschichtiges Bild der Lebenswirklichkeit von Menschen
mit geistigen Behinderungen und ihrer Determinanten.
»Diese Publikation gibt dem Leser einen sehr
differenzierten und umfassenden Einblick in die
Lebenssituation von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
mit geistiger Behinderung in der SBZ/DDR. Es gelingt Barsch,
ein anschauliches Bild und damit eine detaillierte
Vorstellung von den Strukturen des Bildungs- und
Betreuungswesens für diesen Personenkreis in der DDR
nachzuzeichnen. Stellenweise überfordern die Aussagen in
ihrer Detailliertheit den Leser zwar ein wenig, aber genau
in dieser Komplexität und Vielschichtigkeit liegt gleichsam
auch die Stärke der Lektüre. Geschichtlich Interessierten
wird hiermit ein fundierter Überblick über die
organisatorischen Strukturen und die Alltagsrealität für
Menschen mit geistiger Behinderung in der SBZ/DDR gegeben.«
Saskia Schuppener, Heilpädagogische Forschungen 3 (2008)
»Sebastian Barsch hat mit dieser ersten Monographie zur
Bildung, Erziehung und Betreuung von Menschen mit geistiger
Behinderung in der DDR ein durchgängig lesenswertes und auch
dringend notwendiges Buch geschrieben, das sich durch eine
vorsichtige Bewertung auszeichnet, ohne auf notwendige
Kritik zu verzichten. Wer sich über einen Teil
rehabilitationspädagogischer Theorie und Praxis aufklären
will, der nach der Wende im Fachdiskurs nur äußerst selten
sichtbar wurde, findet hier entsprechende Lektüre.«
Oliver Musenberg, Geistige Behinderung 4/08
»Insgesamt also eine Lektüre, die spannungsreichen Stoff
für die Überprüfung eigener Vorstellungen und des
geschichtlichen Verstehens liefert.«
Werner Schlummer, Erwachsenenbildung und Behinderung
1/2009
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