Martin Goetz
Blüten und Monde
Gedichte
1. Auflage 2007, 96 Seiten, Format 21 x 13 cm
ISBN 978-3-89896-312-1, Broschur, 11,90 Euro, 21,00 sFr
Best.-Nr. 312
Kindliche Unbekümmertheit und fragende Nachdenklichkeit des
Älteren, nach außen gerichtete Lebensfreude und melancholische
Innensicht, Hadern und Zweifeln einerseits und ein Urvertrauen
andererseits – zwischen diesen Polen bewegen sich Martin Goetz’
Gedichte. Und zeigen, dass es sich dabei nur um eine scheinbare
Polarität handelt. Selbstzweifel, Melancholie und Trauer gehören
ebenso wie Zufriedenheit und Glück zum Leben, ja bedingen
einander wie im Kreislauf des Seins Werden und Vergehen, Geburt
und Tod untrennbar miteinander verbunden sind. Nur wer auch die
dunklen Seiten und Gefühle kennt und zulässt, kann die hellen
Stunden wirklich wertschätzen. Und wer bewusst und sehend durchs
Leben geht, dem können auch die Schatten der Wintertage nichts
mehr anhaben.
Diese Erkenntnis hat etwas sehr Befreiendes und bietet
gleichzeitig Geborgenheit: das Wissen um eine Kraft, eine Macht,
die den Einzelnen einbindet in den Kosmos, ihm gleichzeitig aber
auch die Freiheit der Wahl lässt.
Goetz’ Gedichte erinnern nicht nur inhaltlich an Gemälde von
Turner oder Caspar David Friedrich, auch seine sinnliche Sprache
schafft eine im besten Sinne ›romantische‹ Stimmung und
atmosphärische Dichte.