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Stephanie Krawehl
»Die Welt abstechen wie
eine Sau«
Sprachgewalt und Sprachentgrenzung
in den Dramen Werner Schwabs
(Übergänge • Grenzfälle.
Österreichische Literatur in Kontexten, herausgegeben von
Thomas Eicher, Fritz Hackert und Bernd Hamacher, Bd. 13)
1. Auflage 2008, 246
Seiten, Format 21 x 14 cm
ISBN 978-3-89896-323-7, Broschur, 32,50 Euro, 55,00 sFr
Best.-Nr. 323
Werner Schwab, Theatergenie der neunziger Jahre, wäre am
4. Februar 2008 fünfzig Jahre alt geworden. Seine
außergewöhnlich steile Karriere währte nur kurz und ließ die
Forschung lange ratlos zurück. Die Leerstelle an
ausführlichen Stückanalysen und ihrer Einbettung in die
gesamte Textmaschinerie wird mit vorliegender
Veröffentlichung erstmals geschlossen.
Mit der Fokussierung auf die Grenzüberschreitung wird
Schwabs Radikalität und zugleich Sensibilität für Sprache
Rechnung getragen, die permanent den Möglichkeitssinn
auslotet und dabei mit solch körperlicher Wucht über das Ohr
in das Fleisch einfällt, es durchdringt, entblößt und
verletzt, dass sich seine Grenzen verlieren und es beim
Anderen seine Verortung sucht. Die höchst eigenständigen und
sperrigen, oft nicht mehr analytisch fassbaren, Raum
besetzenden und konkret erfahrbaren Klangskulpturen werden
als Ohr-Raum-Schrift leiblich erfahrbar, über die der
»Fleischarchitekt« die Nerven seines Publikums »behaut«.
Mit viel Gespür und Scharfsicht nähert die Autorin sich hier
den Ambiguitäten, Brüchen und Kategorien in Schwabs Werk an,
ohne sie auflösen oder vereinfachen zu wollen. Die
verschiedenen Blöcke ihrer Analyse folgen einer konzisen
Dramaturgie und fördern wichtige Erkenntnisse und zahlreiche
Ergebnisse zutage, mit denen künftig operiert werden kann.
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