|
Dietmar Köster, Renate Schramek, Silke Dorn
Qualitätsziele moderner
SeniorInnenarbeit und Altersbildung – Das Handbuch
1. Auflage 2008, 196 Seiten,
Format 23,5 x 15,8 cm
ISBN 978-3-89896-326-8, Broschur, 20,00 Euro, 35,00 sFr
Best.-Nr. 326
»Wollen wir vermeiden, dass das Alter zu einer
spöttischen Parodie unserer früheren Existenz wird, so
gibt es nur eine einzige Lösung, nämlich weiterhin Ziele
zu verfolgen, die unserem Leben einen Sinn verleihen:
das hingebungsvolle Tätigsein für Einzelne, für Gruppen
oder für eine Sache, Sozialarbeit, politische, geistige
oder schöpferische Arbeit … Das Leben behält einen Wert,
solange man durch Liebe, Freundschaft, Empörung oder
Mitgefühl am Leben der anderen teilnimmt.«
(Beauvoir 1977)
Wie kann die Lebensphase Alter mit Identität und Sinn
jenseits der Erwerbsarbeit im Rahmen neuer Tätigkeiten
ausgefüllt werden und damit gelingen?
Mit dem Altersstrukturwandel in der Gesellschaft rückt eine
neue Grundausrichtung der Gemeinwesenorientierten
SeniorInnenarbeit und Altersbildung in den Fokus, die auf
einem veränderten, modernen Bild vom Altern und vom Alter
basiert. Demzufolge sind ältere Menschen nicht nur
betreuungs- und pflegebedürftig, sondern sie besitzen
Kompetenzen und Ressourcen, die gewinnbringend für den
Einzelnen und die Gesellschaft aktiviert werden können.
Lernen und Bildung eröffnen dabei Spielräume für die
Persönlichkeitsentwicklung und tragen dazu bei,
selbstbestimmte neue Verantwortungsrollen im Alter
auszufüllen.
Traditionelle Formen der SeniorInnenarbeit und des
freiwilligen Engagements stoßen häufig an Grenzen. Zukünftig
muss es darum gehen, die vielversprechenden
Modernisierungsansätze in den Wohlfahrtsverbänden mit Hilfe
eines Prozesses der Qualitätsentwicklung und einer
Qualifizierungsoffensive zu verbreitern.
Vor diesem Hintergrund hat FoGera, beauftragt durch die
Stiftung Wohlfahrtspflege NRW, in dem dreijährigen
Forschungs- und Entwicklungsprojekt »Gemeinwesenorientierte
SeniorInnenarbeit und Altersbildung in den
Wohlfahrtsverbänden« gemeinsam mit aktiven SeniorInnen aus
exemplarischen Good-Practice-Projekten der
Wohlfahrtsverbände Qualitätsziele entwickelt, die die
Anforderungen älterer Menschen an eine moderne und
zukunftsfähige SeniorInnenarbeit und Altersbildung abbilden.
Das vorliegende Praxishandbuch leistet einen Beitrag dazu,
die Qualitätsziele als Lern- und Reflexionsanregungen
systematisch in die Praxis der gemeinwesenorientierten
SeniorInnenarbeit und Altersbildung einzubringen und somit
den Erneuerungsprozess zu unterstützen. Zusätzlich werden
Praxisbeispiele und -anregungen aufgeführt, die dem Leser
verdeutlichen, wie Modernisierungsprozesse in der
SeniorInnenarbeit beteiligungsorientiert gestaltet werden
können.
Die Qualitätsziele, die besonders die Chancen des Alterns
betonen und zur Lösung des Widerspruchs zwischen Alter und
Gesellschaft beitragen, sind ein Angebot für alle Akteure im
Handlungsfeld der SeniorInnenarbeit – nicht nur für die der
Wohlfahrtsverbände –, den Wandel einer alternden
Gesellschaft partizipativ zu gestalten. »Insgesamt handelt
es sich bei dem Buch um ein Konzept für die Praxis, das
Anstöße für Praxis geben will. Ziel ist es, die zwölf
Qualitätsziele systematisch in die Praxis der
Gemeinwesenorientierten SeniorInnenarbeit und Altersbildung
einzubringen. [...]
Das Handbuch wendet sich damit an Neugierige und Profis, die
sich als Berufstätige oder freiwillig Engagierte in diesem
Feld engagieren. Es bietet Hilfestellungen langjährig
gewachsenen Strukturen zu öffnen, bestehende Angebote weiter
zu entwickeln und für die jungen Alten zu öffnen.«
Dr. Hans-Jürgen Wilhelm, Pflegewissenschaft 09/2008 |
 |