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Paul Claes
Rilkes Rätsel
Eine neue Deutung der Neuen
Gedichte
Aus dem Niederländischen von Marlene Müller-Haas
1. Auflage 2009, 160
Seiten, Format 21 x 13,8 cm
ISBN 978-3-89896-335-0, Broschur, 17,90 Euro, 31,50 sFr
Best.-Nr. 335
»Des Künstlers ist es, das Rätsel zu – lieben. […] Das
ist alle Kunst: Liebe, die sich über Rätsel ergossen hat –
und das sind alle Kunstwerke: Rätsel, umgeben, geschmückt,
überschüttet von Liebe.«
So schrieb Rainer Maria Rilke 1902 in seiner Monographie
über die Maler von Worpswede. Diese Worte sind ebenso
rätselhaft wie das, was sie eigentlich zu deuten versuchen.
Vielleicht sind sie so zu verstehen: Die Wirklichkeit ist
ein Rätsel, das der Künstler nicht ausklammern darf, sondern
in seinem Werk so sorgsam behandeln muss, dass die
ursprüngliche Verwunderung nicht verloren geht. Hermetismus
ist also für die Kunst kein Ornament, sondern ihr Wesen.
Staunen war für Platon und Aristoteles der Anfang der
Philosophie. Sie ist auch der Königsweg zu Rilkes Dichtung.
Für Leser, die sich bei den Rätseln der Neuen Gedichte keine
Fragen stellen, bleiben viele Passagen vage und nichts
sagend.
Mit den Neuen Gedichten (1907–1908) schrieb Rilke einen der verblüffendsten Gedichtbände des zwanzigsten Jahrhunderts.
In dem vorliegenden Band startet Paul Claes ein spannendes
Unternehmen: die Enträtselung der Mysterien dieser Sphinx.
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