ATHENA Verlag - Rolf Duscha

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Anette Horn

»Eine neue Vorstellungswelt herzustellen ...«

Aufsätze zu Jean Paul

(Beiträge zur Kulturwissenschaft, Bd. 14)

1. Auflage 2008, 112 Seiten, Format 21 x 14 cm
ISBN 978-3-89896-345-9, Broschur, 16,50 Euro, 29,00 sFr

Best.-Nr. 345

Jean Pauls Ästhetik zeigt viele Verbindungen zu der englischen Philosophie des 18. Jahrhunderts, besonders zur Assoziationspsychologie, und nimmt die Ästhetik eines phantastischen Realismus teilweise vorweg. Aus dem assoziativen Schreiben entsteht ein Widerspruch zwischen Empirie und Phantasie, der eine produktive Spannung zwischen Bezeichnendem und Bezeichneten herstellen kann. Jean Paul hält allerdings die großen philosophischen Systeme für Erfindungen eines Augenblicks und betont, dass sie aus dem Interesse ihrer Begründer hervorgegangen sind. Dagegen betont er ein Nomadendenken als ein anti-systematishes Wissensmodell und versucht also in Metaphern zu denken und unerwartete Verknüpfungen zwischen den entlegensten Wissensgebieten herzustellen.
In diesen Kontexten stehen die in diesem Buch versammelten Aufsätze Anette Horns zu Jean Paul:
»Eine neue Vorstellungswelt herzustellen, die aus den bekannten Vorstellungen zusammengesetzt ist.« – Jean Pauls Ästhetik und die englische Philosophie des 18. Jahrhunderts;
Die Poetik des ›Zettelkasten‹. Assoziationspsychologie und die Ästhetik eines phantastischen Realismus;
Nomadendenken als anti-systematisches Wissensmodell in Jean Pauls Werk;
»Wie fliegen die Goldadler der Flammen überall, um die Sonne, um die Eiskuppeln, … und ruhen mit aufgeschlagenen Flügeln an grünen Alpen aus« (Jean Paul) – Der dichterische Blick von oben;
In Metaphern denken: Unerwartete Verknüpfungen;
Zur Polyphonie der Romane Jean Pauls. Einige Gedanken zu den Begriffen »Gleichnis«, »Vergleich«, »Metapher«;
»Eine sympathiegeprägte Ordnung des Handelns« – Die unio mystica als Verschmelzung von Innen- und Außenwelt bei Jean Paul;
Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen in der Aufklärung: La Mettries l’homme machine und der pietistische Gefühlskult;
Zeit gibt es überhaupt nicht – »Zeit ist das Phantasma des Früher und Später in der Bewegung« (Hobbes). Zum Zeitbegriff des englischen Empirismus.

Anette Horn: »Eine neue Vorstellungswelt herzustellen ...«
 

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