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Peter Horn
Verbale Gewalt oder Kleist
auf der Couch
Über die Problematik der
Psychoanalyse von literarischen Texten
(Beiträge zur
Kulturwissenschaft, Bd. 15)
1. Auflage 2009, 204 Seiten,
Format 21 x 14 cm
ISBN 978-3-89896-346-6, Broschur, 19,50 Euro, 34,00 sFr
Best.-Nr. 346
Der Zusammenhang zwischen der Biographie Kleists und
seinen Werken ist mehrfach aufgrund seiner
»Psychopathologie« hergestellt worden. Die meisten
derartigen Versuche werden dabei weder den Werken gerecht
noch der Psychologie Kleists. Vor allem die psychologischen
Ansätze bleiben in den Begriffen der Degeneration des 19.
Jahrhunderts bis weit ins 20. Jahrhundert verpflichtet, oder
berufen sich bestenfalls auf Freud und die
nach-freudianische Psychoanalyse, und vergessen dabei, dass
Freud selbst nicht daran glaubte, Psychosen mit seinen
Methoden analysieren oder heilen zu können. Bei genauer
Interpretation der Lebenszeugnisse, der Briefe und der Werke
Kleists lässt sich eine genauere Diagnose der Krankheit
Kleists wagen, die ihrerseits bestimmte Themenbereiche in
Kleists Werken verständlicher macht.
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