Arno Kleinebeckel
Seufzende Sterne
2009: Die Weltmaschine im Darwinjahr. Eine
Streitschrift zum Jubiläum
(Texte zur Kulturkritik, Bd. 4)
1. Auflage 2009, 68 Seiten, Format 21 x
13,8cm
ISBN 978-3-9-89896-361-9, Broschur, 13,90 Euro, 24,50 sFr
Best.-Nr. 361
Als Charles Darwin 1859 mit seinem Buch »Die Entstehung
der Arten« (»On the Origin of Species«) die moderne
Evolutionslehre begründete, betraf das nicht nur die
Naturforschung. Die Evolutionstheorie und ihr Wandel sind
Teil unserer Kultur- und Geistesgeschichte.
Die Konzeption schloss einen permanenten Kriegszustand ein.
Von diesem erbarmungslosen Wettstreit – von Darwin als »struggle
for life« bezeichnet – nahm er den Menschen nicht aus.
Spätestens hier dürfte die Evolutionslehre als universelles
Erklärungsmodell für Kosmos und menschliches Verhalten an
ihre Grenzen stoßen.
Darwin wäre 2009 zweihundert Jahre alt geworden. Ist das
Leben in der »Weltmaschine« Zeichen eines unaufhaltsamen
Fortschritts, oder sind wir längst zu ohnmächtigen Zeugen
eines kalten Universums nackter Funktionen geworden?
»Seufzende Sterne«, als Motto nach einem Gedichttext von
Dámaso Alonso, ist poetischer Ausdruck der Phantasie, dass
das All nicht stumm zusieht, wie die Welt zu einem sinnlosen
und absurden Automaten verkommt – einer Phantasie, die zu
Ethos und Verantwortung verpflichtet.
»Arno Kleinebeckel, von Hause aus Geisteswissenschaftler,
setzt mit seiner Streitschrift ›Seufzende Sterne‹ einen
erfrischenden Kontrapunkt mitten ins Geburtstagsgetöse um
den Biologen Darwin. [...] Mit gelungenem Wortspiel treibt
Kleinebeckel vor allem eine Frage um: Wohin entwickelt sich
eine Gesellschaft, die wohl eine ›Informationsgesellschaft‹,
aber keine ›Wissensgesellschaft‹ ist?«
Christiane Willsch, factum 2/2009
»Kleinebeckel plädiert […] für eine neue Sinnkonstruktion
und radikale Ethik der Verantwortung, die ein Gegenentwurf
zum neuzeitlichen Alleinvertretungsanspruch der
neodarwinistischen Weltsicht sein will.«
Georg Menting,
www.kritische-naturgeschichte.de 24.03.2010