1. Auflage 2001, 396 Seiten mit 44 schwarzweißen Abb., Format 21 x 14 cm,
inkl. 3,5"-Diskette mit der umfangreichen Baudokumentation als
Textfile (Rich-Text-Format auf DOS-Datenträger)
ISBN 978-3-932740-37-4, Broschur, 41,00 Euro, 67,00 sFr
Best.-Nr. 37
Kommunale Gebäude prägten in verschiedenerlei Hinsicht die Stadtlandschaft des
Spätmittelalters und der Neuzeit. Sie fungierten als Versammlungsräume für Rat und
Gericht, Fest- und Tanzhäuser, Archive, Magazine, Markt- und Lagerhallen und verbanden
nicht selten die divergentesten Funktionen unter einem Dach. Als Umschlagplatz für Waren
oder repräsentativer Ort von Verkündigungen waren sie dem jeweiligen Stadtgefüge fast
immer optimal integriert offensichtlich eine für den städtischen Betrieb
außerordentlich wichtige und anspruchsvolle Bauaufgabe.
Einen Überblick über die Vielfalt der Nutzungen, der möglichen Bauformen, der Lage
kommunaler Gebäude nach wirtschaftlichen, sozialen oder aber verkehrstechnischen
Erwägungen zu erarbeiten, hat sich diese Untersuchung ebenso zum Ziel gesetzt wie die
Begründung überregionaler Architekturerscheinungen durch enge städtische Verflechtungen
im Zuge von Städtebünden, gewachsenen Stadtrechtskreisen oder aber intensiven
Handelsbeziehungen. Topographische Strukturanalysen von insgesamt 85
baden-württembergischen Städten bilden dabei eine wesentliche Grundlage neben der
bauhistorischen Erfassung und quellenkundlichen Aufarbeitung der erhaltenen, abgegangenen
oder aber projektierten Bausubstanz des späten 13. bis 18. Jahrhunderts.