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Rainer K. Wick Bauhaus.
Kunst und Pädagogik
(Artificium – Schriften zu Kunst
und Kunstvermittlung, herausgegeben von Kunibert Bering, Bd.
33)
1. Auflage 2009, 536 Seiten
mit 320 schwarzweißen Abb., Format 15,8 x 23,5 cm ISBN
978-3-89896-378-7, Broschur, 34,50 Euro, 59,00 sFr
Best.-Nr. 378 Bauhaus.
Kunst und Pädagogik thematisiert die 1919 von Walter Gropius
in Weimar gegründete und 1933 unter dem Druck der
Nationalsozialisten geschlossene »Kunstschule der Moderne«
als eine der herausragenden kulturellen Initiativen des 20.
Jahrhunderts. Ihr Ziel war nicht nur die Etablierung einer
neuen Form-, Produkt- und Baukultur, sondern auch die
Erneuerung der (Kunst-)Pädagogik mit Blick auf einen »Neuen
Menschen« in einer humaneren, sozial gerechteren »Neuen
Gesellschaft«.
Im Mittelpunkt der vorliegenden Textsammlung stehen Aspekte
der künstlerischen und kunstpädagogischen Arbeit prominenter
Bauhäusler wie Walter Gropius, Johannes Itten, László
Moholy-Nagy, Josef Albers, Paul Klee und Oskar Schlemmer,
behandelt werden aber auch Spezialgebiete wie die farbige
Baugestaltung oder die Fotografie am Bauhaus.
Daß das Bauhaus nicht gleichsam vom Himmel gefallen ist,
sondern in ein geschichtlich komplexes Gesamtgefüge
eingewoben ist, verdeutlichen u. a. die einführenden
Darstellungen zur Kunstschulreform, zur Wiener
Kunstgewerbeschule und zu den verschiedenen Initiativen im
Zusammenhang mit dem 1907 gegründeten Werkbund.
Und daß die Wirkungen des Bauhauses sowohl im Bereich der
Ausbildung professioneller Gestalter als auch im schulischen
Kunstunterricht nicht erst nach 1945 einsetzten, sondern
schon in der Weimarer Republik, bevor sie dann verstärkt
nach dem Zweiten Weltkrieg spürbar wurden, dokumentieren die
Aufsätze im letzten Drittel dieses Bandes. »Das Bauhaus
[…] war zweifellos eine der wichtigsten kulturell prägenden
Institutionen des 20. Jahrhundert. […] (Reform-)Pädagogische
Wurzeln spielten im Bauhaus eine wichtige Rolle, was zu
völlig neuen Lehrformen und -inhalten führte. Die
Kunstpädagogik nach 1945 wurde vom Bauhaus entscheidend
geprägt. Ein Kenner dieser Zusammenhänge ist der Wuppertaler
Professor i.R. für Kunst und Kulturpädagogik sowie
Kunstsoziologie Rainer K. Wick. Nun legt Wick sehr
übersichtlich geordnet, gründlichst editiert und sorgfältig
illustriert Studien zum Thema vor. […] Durch diese spannende
Buch wird die einzigartige Bauhaus-Erfolgsgeschichte sowohl
auf dem Gebiet der Kunst wie der Pädagogik anschaulich
nachgezeichnet. Bei allen faszinierenden Details bleibt der
(Über-)Blick aufs Ganze stets gewahrt; so wie dies nur einem
virtuosen Experten der Materie gelingen kann.«
Georg Peez, BDK-Mitteilungen 1/2010 »Der Band ist
hoch aktuell – und schaut historisch 100 Jahre zurück.
Rainer K. Wick ist einer der wenigen profilierten Forscher
zur Geschichte des Bauhauses und er ist der Experte, der
über die Spanne einer Laufbahn als Hochschullehrer stets
auch der Pädagogik am Bauhaus nachspürte und seine präzisen
Erkundungen in über 100 Publikationen publizierte. Mehr als
30 dieser Texte sind nun in dieser Anthologie zu einem roten
Faden der steten Verwebung von Kunst und Gestaltung auch in
pädagogischer Absicht verknüpft.«
Johannes Kirschenmann, Kunst und Unterricht, Heft
341/2010 |
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