1. Auflage 1999, 72 Seiten, Format 21 x 13 cm
ISBN 978-3-932740-38-1, Broschur, 12,90 Euro, 23,00 sFr
Best.-Nr. 38
Sie träumt vom fernen Glück jenseits des Alltäglichen. Und doch ist Ilona Vildebrand
mit ihren Gedichten nicht auf der Flucht vor der Realität. Sie tritt ihr vielmehr wie
einem treuen Feind, den man durchschaut hat, entgegen. Glasklar spricht sie über
schmerzhafte Kindheitserinnerungen, die wie Tätowierungen eingebrannt sind. Nüchtern
erfaßt sie die Natur des Menschen, die auch das Töten gebiert. Fast sind es kleine
Geschichten, in denen Vildebrand auch den nervraubenden Alltag vorbeiziehen läßt.
Wissend um die rettende Wirkung der Selbsttäuschung, der Lüge.
Wie anders spricht die Dichterin, wenn sie ihre Hand von Eros führen läßt. Dann
erwachsen den Gedichten leidenschaftliche Körper schön, wild und hungrig. Der
puren Lust entspringen nunmehr alle Worte, die zu taumeln und zu vibrieren scheinen. Jede
Zeile ist eine Hommage an die Weiblichkeit, eine Feier der Hingabe. Mal hilflose Larve,
mal reifer Schmetterling, mal schüchternes Dornröschen, mal bissige Wölfin
Vildebrand verführt und verzaubert. Getragen von der Sehnsucht nach dem Märchen Liebe,
geschüttelt von allerlei Irrfahrten, schreibt sie sich wunderbar ins pulsierende Leben
ein.