Richard Riess
Unter so viel Sternen
Gedichte
Mit Bildwerken von Oskar Koller
1. Auflage 2009, 168 Seiten mit 21
ganzseitigen schwarzweißen Abb., Format 21 x 13 cm
ISBN 978-3-89896-386-2, Broschur, 14,90 Euro, 26,50 sFr
Best.-Nr. 386
»Und es geschieht nichts Neues unter der Sonne«, so lautet
der bekannte Satz aus dem Prediger Salomo. Er mag für eine ganze
Sammlung von Lebenserfahrung und Geschichtsbetrachtung gelten,
auch für diejenigen, die müde wurden, Neues zu entdecken. Für
Wissenschaft und Forschung, aber auch für die Kunst steht er
nicht. Denn nahezu jedes Bild, jedes Gedicht und jedes Lied
widerlegen Salomos Aussage. Sie alle sind vielmehr bestrebt,
einen neuen Blick auf die Wirklichkeit zu werfen – und sei es
die Wirklichkeit eines Steins, einer Stadt, eines Sterns. Ja,
selbst Letzteres, die Wirklichkeit eines Sterns, unterliegt
einem immerwährenden Wandel: Alte Sterne verglühen zu Staub,
neue werden aus ihm geboren.
In dem vorliegende Gedichtband Unter so viel Sternen widmet sich
Richard Riess auf seine Weise den unterschiedlichsten Aspekten
unserer Wirklichkeit: Motiven aus dem Alltag des Menschen, aus
dem religiösen Leben und aus der Erfahrung von Kunst. Mögen uns
diese Motive auf den ersten Blick hin durchaus vertraut
erscheinen, so gewinnen sie durch die poetische Blickweise des
Autors noch einmal eine ganz eigene, neue Bedeutung. Auf den
zweiten Blick kann die Lektüre von Unter so viel Sternen mit dem
Dreiklang von Bild, Rhythmus und Pointe zu einer tiefergehenden
Meditation und einer weiterführenden Inspiration werden. Die
ausgesuchten Bilder und Grafiken des Malers Oskar Koller
unterstützen diesen Prozess.