ATHENA Verlag - Rolf Duscha

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L. J. Bonny Duala-M’bedy (Hg.)

Die Entgegnung des Fremden im Museum

Xenologie und Museumspädagogik

(Beiträge zur Kulturwissenschaft, Bd. 4; Veröffentlichungen des Kaiserswerther Instituts für Xenologie, Bd. 2)

1. Auflage 1999, 184 Seiten, Format 21 x 14 cm
ISBN 978-3-932740-44-2, Broschur, 19,00 Euro, 33,00 sFr

Best.-Nr. 44

Mit der Wahl des Buchtitels »Die Entgegnung des Fremden im Museum« wollen die Autoren dieses Bandes weder die Erfolge der vielfältigen Bemühungen um die Lage der Nichtdeutschen und die Akzeptanz ihrer Kultur in unserer Gesellschaft verspielen, noch wollen sie sich gegen jene Zunft richten, die sich in diesem Kontext am meisten hervorgetan hat und ihre Institution – das Museum – in die Pflicht für die ›fremde Sache‹ nahm.

Die Beiträge dieses Bandes verfolgen andere Ziele. An erster Stelle steht die Auseinandersetzung mit dem häufig, gerade von seiten der Museumspädagogik erhobenen Anspruch auf die ›Begegnung mit dem Fremden im Museum‹. Kann man überhaupt dem Fremden begegnen? Wenn ja, welchem Fremden? Deinem Fremden, meinem Fremden oder dem Fremden an sich? Diese Fragen sind im Begriff der Entgegnung enthalten. Das, was bei Museologen vielleicht im Bereich der Evidenz liegt, ist aus Sicht der Xenologie eine offene Frage, die zu der weiteren, konsequenteren Überlegung verführt: Was ist fremd? Die Frage, ob und wie man dem Fremden begegnet, ohne einerseits ein Vorwissen über seine Struktur zu besitzen und andererseits auf die bloße Betrachtung der Differenz zurückgreifen zu müssen, läuft ins Leere, wenn nicht gar darauf hinaus, das Bekannte vorauszusetzen und somit ins Gegenteilige der erwarteten Aufklärungsziele zu geraten.

Die Intention, die dem Symposium zugrundelag, das das Kaiserswerther Institut für Xenologie veranstaltete, um die Vielschichtigkeit des Problems der Begegnung aufzuzeigen, war, bei einer Begegnung mit Museologen einen interdisziplinären Dialog zu führen. Das Symposium fand unter dem Zeichen der ›Entgegnung‹ Anfang Dezember 1996 statt und trug den Untertitel »Xenologie als Bezugswissenschaft der Museumspädagogik«, wobei dem idiomatischen Besitzanspruch der Museologen auf die Kategorie des Fremden mehr als entsprochen werden sollte. Die Xenologie bietet sich hier der Museumswissenschaft als theoretischer Grundstock an.

Die Beiträge:

Hartmut Behr: Die Stellung der Xenologie in der Wissenschaft – oder: Die Stellung der Frage nach dem Fremden in der Wissenschaft.

Marco Ortu: Die Xenologie als Bezugswissenschaft der Postmoderne.

Yomb May: Zur »Archäologie« des Fremden im Museum am Beispiel des Projektes »Afrika in uns« im Ludwig-Forum (Aachen).

Ulrich Paatsch: Begegnung mit dem Fremden. Museumspädagogischer Modellversuch der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung.

Carl-Hellmut Hoefer: Herausforderung und Entgegnung. Xenographie und Xenologie im Museum.

Jürgen Ph. Furtwängler: Das fremdbewußte Selbst und das selbstbewußte Fremde.

Wolfgang Mey: Nach der Toleranz – Anleitungen zur Gleich-Gültigkeit. Anmerkungen zu einem fälligen Perspektivenwechsel in der Museumspädagogik.

L. J. Bonny Duala-M’bedy: Sammeln – Bewahren – Ausstellen. Versuch einer museumsorientierten Epistemologie.

Die Entgegnung des Fremden im Museum
 

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