ATHENA Verlag - Rolf Duscha

Verlag für Literatur und Wissenschaft

ATHENA Verlagblock.gif (118 Byte)

 
ATHENA
Neuerscheinungen
Katalog
Pädagogik, Didaktik
Literatur, Literaturwissenschaft
Vergleichende Kulturwissenschaften
Kultur, Gesellschaft, Philosophie
Kunst, Kunstgeschichte
Altern + Gesellschaft
Psychiatrie, Psychologie
Uhr, Zeit, Mensch
Literaturen und Kulturen Afrikas
Literatur aus Litauen
Belletristik
Bestellen
Wir über uns
Kontakt
Aktionen, Veranstaltungen
info@athena-verlag.de

 

Winfried Paarmann

Das Marienkäferkind

Erzählungen

1. Auflage 2000, 168 Seiten, Format 21 x 13 cm
ISBN 978-3-932740-67-1, Engl.
Broschur, 14,50 Euro, 26,00 sFr

Best.-Nr. 67

Gemeinsam ist den Protagonisten in Paarmanns Erzählungen, dass sie in eigentlich geordneten und sicheren Verhältnissen leben, ihr Alltag feste Bezugspunkte, Regeln und Rituale hat und in einer gewissen Gleichförmigkeit verläuft. Diese Ordnung wird durchbrochen durch scheinbar belanglose Begebenheiten – ein Riss in der Wand, eine Spinne im Keller, eine wimmernde Katze vor der Wohnungstür, ein neu zugezogenes Kind in der Nachbarschaft. Doch diese Wesen entpuppen sich immer mehr als Botschafter geheimnisvoller, auch abgründiger Welten, die sich in das Leben der Personen hineindrängen, gewünscht oder unerwünscht, die gewohnten Gleise darin verschieben oder es auch ganz aus der Bahn werfen – und es schließlich doch immer mit neuem Reichtum erfüllen.

In der Erzählung »Der Tunnelgarten« verbirgt sich hinter dem Spiegel im ebenerdigen Packraum ein Riss, der – zu einem Tunnel geweitet – schließlich den Blick auf eine mysteriöse Landschaft freigibt, ein Rätsel und doch zugleich die Antwort auf eine tief verborgene Sehnsucht des Bücherpackers Kalescho. Die zunächst unmerklich und dann unübersehbar ins Gigantische wachsende Spinne im »Spinnenkeller« spinnt ihre Fäden immer tiefer in Silbergers Leben ein, der zunehmend ihrer Faszination erliegt, bis sie ihn selbst ins Netz zieht; erst dort und in den Fieberträumen einer langen Krankheit lernt er, seine Lebenswirklichkeit neu zu begreifen. Auch der selbstgefällige Kunstprofessor in »Der Katzenmann« muss durch eine Begegnung der Schrecken gehen, die ihn plötzlich in einen Strudel der Selbstzweifel zieht – und doch eine neue Klarheit zurückläßt: »Manchmal war es ihm, als hätte er noch einmal sehen gelernt – oder lerne es erst; viel wacher, schärfer, beständiger.«

In allen Erzählungen manifestiert sich diese Wandlung, diese neue Blickweise, die schließlich auch die Natur einbezieht. Diese wird in einer neuen brüderlichen Vertrautheit erfahren, ein unscheinbarer Strauch eröffnet den Blick auf einen eigenen kleinen Lebenskosmos, verholzte, scheinbar tote Stämme erwachen zu neuem Leben, trockene Blätter und Blüten offenbaren nach Jahren ihre Heil- und Zauberkraft. Hinter den zurückgelassenen Ordnungen öffnen sich neue – gleichfalls stimmige. Trennungen und Abschiede erweisen sich als Illusion, Zimmermauern werden gesprengt und neue »Geheimnisräume« dahinter entdeckt, in denen sich die Versprechen des Geträumten, scheinbar nur Märchenhaften einzulösen beginnen – manchmal selbst mit der Rückkehr in die bekannte Wirklichkeit.

Das Marienkäferkind
 

· Pädagogik Didaktik · Literatur Literaturwissenschaften · Vergleichende Kulturwissenschaften · Kultur Gesellschaft Philosophie · Kunst Kunstgeschichte · Altern+Gesellschaft · Psychiatrie Psychologie · Literaturen und Kulturen Afrikas · Literatur aus Litauen · Belletristik
· ATHENA · Neuerscheinungen · Bestellen · Seitenanfang