ATHENA Verlag - Rolf Duscha

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Manuela Göhner

Rhetorische Ästhetik des Gesamtkunstwerks: Joseph Beuys

Ein Beitrag zur Methode der Kunstkritik aus der Sicht der rhetorischen Anthropologie

(Artificium – Schriften zu Kunst, Kunstvermittlung und Denkmalpflege, herausgegeben von Kunibert Bering, Bd. 5)

1. Auflage 2000, 264 Seiten mit 22 schwarzweißen Abb., Format 21 x 14 cm
ISBN 978-3-932740-70-1, Broschur, 22,00 Euro, 39,00 sFr

Best.-Nr. 70

Am Beispiel des sozialen Gesamtkunstwerks bei Joseph Beuys wird die allgemeine Kunsttheorie durch die Perspektive der homo-rhetoricus-Anthropologie erweitert, um hieraus die rhetorische Kritik als Methode für die Analyse konkreter Kunstformen zu entwickeln. Die zugrundeliegende Auffassung, daß schon das ›natürliche‹ Redenkönnen des Menschen eine Art ›Kunst‹ zum Ausdruck bringe, hat sich in der Auseinandersetzung mit dem von Beuys vertretenen anthropologischen Kunstbegriff bewährt. In der Analyse wird die (Selbst-)Darstellung des Künstlers als ›rhetorische Figur‹ vorgestellt. Zugleich wird deutlich gemacht, inwiefern der häufig zu weit gefaßte Satz »Jeder Mensch ist ein Künstler« nicht nur als beschreibende Aussage, sondern als ethischer ›Anspruch‹ gelesen werden kann, der eine Forderung im Sinne des Soll-Sein, damit eine Begrenzung enthält. Dies wird von Joseph Beuys – so die These – in der Aktion »Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt« als plastisches Bild formuliert.

»Bilder begründen die Bildende Kunst. Die Rede erst öffnet sie. Dies zeigt Manuela Göhner auf einem im Sinne hoher Philosophie voraussetzungslosen Niveau. Die Autorin ermutigt uns Kunsttherapeuten, uns nicht nur, wie wir es aus äußeren Gründen ängstlich tun, auf fremde Referenzen zu verlassen (im Fall der Kunsttherapie besonders die Schulmedizin und die Psychologie). [...] Am Ende liegt hier kein weiteres feuilletonistisches Beuys-Buch vor. Von ihnen gibt es zu viele, und wir Kunsttherapeuten könnten uns von ihnen zu oberflächlich bestätigt fühlen.«
Peter Rech, Kunst & Therapie, 1/2007

Rhetorische Ästhetik des Gesamtkunstwerks: Joseph Beuys
 

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