| Manuela Borkenstein
Neuhaus
Civitas Vorstellung und Wirklichkeit
Architektur und Urbanistik im
mittelalterlichen Italien
(Artificium Schriften zu Kunst,
Kunstvermittlung und
Denkmalpflege, herausgegeben von Kunibert Bering, Bd. 6)
1. Auflage 2001, 212 Seiten Text, 40 Tafeln mit ganzs. schwarzweißen
Abb., Format 21 x 14 cm
ISBN 978-3-932740-71-8, Broschur, 31,00 Euro, 52,50 sFr
Best.-Nr.
71
Die Relation zwischen Regierungsform und
Stadtbaukunst der ober- und mittelitalienischen Städte des 12.
bis 14. Jahrhunderts ist Gegenstand dieser erstmals
umfassenden, interdisziplinär ansetzenden Untersuchung, die
ausführlich Fragen der mittelalterlichen
Idealstadtvorstellungen diskutiert.
Auf Grundlage einer detaillierten
Darstellung der historischen Hintergründe widmet sich die
Studie der Analyse der städtebaulichen Entwicklung und
differenziert an exemplarischen Fällen die das Stadtbild
bestimmenden Bauten. Als Bedeutungsträger des kommunalen
Selbstverständnisses kommt den Wohntürmen und Palästen, den
Brunnen, Plätzen und Stadtmauern besondere Aufmerksamkeit zu.
Darüber hinaus liegt das Augenmerk vor allem auf dem
Stellenwert der Sakralarchitektur im Stadtgefüge und der
Genese des Bautyps des Kommunalpalastes, dessen Baugestalt
sich maßgeblich als von jeweils divergierenden politischen
Vorstellungen geprägt darstellt.
Dieses ausführlich entwickelte Panorama
dient schließlich als Grundlage für die Frage nach dem
Verständnis und den Idealvorstellungen des mittelalterlichen
Menschen von seiner Stadt. Die ideale Stadt als Abbild Roms,
des Paradieses und des himmlischen Jerusalem nicht nur in
der literarischen Form des Städtelobs manifestierten sich
diese Vorstellungen, sondern vor allem im gebauten Bild der
Stadt, wie schließlich als Synthese am Beispiel der Stadt
Siena gezeigt wird. |