| Michael Fleischer
Kulturtheorie
Systemtheoretische und evolutionäre
Grundlagen
(Beiträge zur Kulturwissenschaft, Bd. 5)
2. Auflage 2006, 552 Seiten, Format 23,5 x 15,8 cm
ISBN 978-3-932740-75-6, Broschur, 50,00 Euro, 80,00 sFr
Best.-Nr.
75
Das Buch stellt erstmals die nun ausformulierte
systemtheoretische Kulturtheorie von Michael Fleischer dar, in
der Kultur – dem konstruktivistischen Paradigma folgend – als
eine Art Zweite Wirklichkeit aufgefaßt wird. Nach einer
Einführung, die Kulturdefinitionen und konzeptionen seit 1900
vorstellt, erfolgt eine detaillierte Darstellung der modernen
naturwissenschaftlichen Systemtheorie von ihren Anfängen bis
heute und die Besprechung der vier wichtigsten
Evolutionstheorien, mit besonderer Berücksichtigung der
Systemtheoretischen Evolutionstheorie von Riedl.
Vor diesem Hintergrund wird die
Kulturtheorie der Zweiten Wirklichkeit entworfen. Dabei
handelt es sich um eine in der Systemtheorie und in der
Evolutionstheorie verankerte Konzeption, die – im Rahmen des
erkenntnistheoretischen Konstruktivismus – das Kultursystem
als ein globales Konstrukt sieht, mit dessen Hilfe wir die
Realität assimilieren und das Funktionieren des sozialen
Systems gewährleisten. Nach der Darstellung des generellen
Designs der Theorie geht der Autor auf spezifischere Phänomene
ein, nämlich auf die kulturelle Zeit und den kulturellen Raum,
das Phänomen Weltbild und das Forschungsfeld der Normativik.
Abschließend erfolgt die Präsentation der Diskursanalyse und
ihrer Methodologie (unter anderem vor dem Hintergrund der
Rhetorik).
Postuliert wird eine radikale Abkehr vom
hermeneutischen Paradigma zugunsten einer wissenschaftlichen,
auf Falsifikation und Nachprüfbarkeit beruhenden Position mit
dem Anspruch, die Kultur- und Kommunikationswissenschaft als
einen der Linguistik und den übrigen Naturwissenschaften
gleichgestellten sozialen Funktionskreis zu konzipieren. Das
Buch wendet sich an alle, die an einer breit verstandenen,
modernen Kulturwissenschaft interessiert sind. |
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