| Rigo Baladur Der Stille Tod
Menschheit zwischen Demenz und Dementi
(Texte zur Kulturkritik, Bd. 3)
1. Auflage 2001, 420 Seiten, Format 21 x 14 cm
ISBN 978-3-932740-81-7, Broschur, 25,50 Euro, 44,00 sFr
Best.-Nr. 81
Nachdem der Autor, Mediziner unter einem Pseudonym, vor zehn Jahren
mit der Veröffentlichung seiner »Gründe, warum es uns nicht geben darf« die Thesen
einer Anthropofugalen Ethik so schmerzhaft wie unleugbar veranschaulicht hat, behandelt er
nun einen maßgebenden Teilaspekt der Verträglichkeitskrise zwischen Mensch und Leben:
die zerstörerischen Einflüsse, welche vom Lärm der Moderne ausgehen.
Er weist nach, daß Stille für genuines Denken unverzichtbar wäre,
andererseits hält er vor Augen, wie geradezu süchtig wir nach Tönen und Geräuschen
sind. Diese beiden gegenläufigen Tendenzen führen zwingend zu dem Schluß, daß das
Projekt »Geist« als gescheitert betrachtet werden muß. Was ihm ein weiteres Argument
liefert für die Erkenntnis, daß damit auch der Mensch gescheitert ist. Denn der
Anspruch, den philosophische, religiöse und ethische Konzepte jahrtausendelang an ein
gelingendes Menschsein gestellt haben, wird konterkariert von der ohrenbetäubenden
Karriere des Menschen und sabotiert von einer seiner jüngsten Errungenschaften: der
Vertreibung der Stille.
Ihr Tod unterstreicht abermals das Postulat der Anthropofugalen
Ethik, das da heißt:
Der Mensch hat aufzuhören ...
Platz 1 der Bestenliste Sachbuch der Süddeutschen Zeitung, des
BuchJournals und des Norddeutschen Rundfunks im September 2001. |
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