| Hélène Barrière, Thomas Eicher, Hélène Barrière,
Manfred Müller (Hgg.) Personalbibliographie
Alexander Lernet-Holenia
(Übergänge Grenzfälle. Österreichische Literatur in
Kontexten,
herausgegeben von Thomas Eicher, Fritz Hackert und
Bernd Hamacher, Bd. 4)
1. Auflage
2001, 212 Seiten, Format 21 x 13,8 cm
ISBN 978-3-932740-88-6, Broschur, 45,50 Euro, 73,50 sFr
Best.-Nr. 88
Er war sicherlich eine der schillerndsten Figuren der
österreichischen Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Alexander Lernet-Holenia
(1897-1976) sorgte für so manchen Skandal und zahlreiche Gerüchte: Zeit seines Lebens
gefiel er sich in der Rolle des illegitimen Sohnes eines habsburgischen Erzherzogs; aus
Anlaß der Nobelpreisverleihung an Heinrich Böll legte er sein Amt als Präsident des
österreichischen Pen-Clubs nieder; noch in hohem Alter stand er wegen Körperverletzung
vor Gericht, nachdem er einen Autofahrer geohrfeigt hatte, der seines Erachtens den
Verkehr aufgehalten hatte; er war jedoch vor allem Autor schöner Literatur,
der sich mit zahlreichen Gedichten, Dramen, Erzählungen und Romanen ins Bewußtsein
seiner Zeitgenossen einschrieb. Seit Mitte der neunziger Jahre findet sich sein Name nun
auch wieder regelmäßig unter den Neuankündigungen der Verlage.
Die mit diesem Band vorgelegte Personalbibliographie dokumentiert
das öffentliche Interesse an Lernet-Holenia seit 75 Jahren. Sie listet ca. 1500 Titel
über den Autor auf. Berücksichtigt werden Bücher, unveröffentlichte wissenschaftliche
Arbeiten, Aufsätze in Zeitungen, Zeitschriften und Sammelbänden, Artikel in
Nachschlagewerken etc. Abgerundet wird der Band durch Aufsätze der Herausgeber zum
poetologischen Selbstverständnis des Autors und zur intertextuellen Verwobenheit des
Erzählwerks, die Desiderate der künftigen Lernet-Forschung sichtbar machen. |
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