| Theres Jöhl
Agnes Heller: Paradoxe Freiheit
Eine geschichtsphilosophische
Betrachtung
(Diskurs Philosophie, Bd. 1)
1. Auflage 2001, 220 Seiten, Format 21 x 13,8 cm
ISBN 978-3-932740-89-3, Broschur, 22,00 Euro, 39,00 sFr
Best.-Nr. 89
Diese Studie über Agnes Heller gibt
einen Einblick in Etappen eines exemplarischen intellektuellen
Denkwegs des 20. Jahrhunderts und zeigt die Radikalität im
Wandel dieses Denkens vor dem Hintergrund der realhistorischen
Veränderungen.
Im Umkreis der revolutionären
Ideen der 68er Jahre und der Budapester-Schule setzt Heller
Freiheit mit Homogenisierung der Individuen gleich. Ihr Denk-
und Gesellschaftsmodell mit seinem affirmativen,
metaphysischen Weltbild setzt sich allerdings der Gefahr der
Verkehrung des Freiheitspathos ins Fundamentalistische oder
gar Totalitäre aus. Der Erkenntnis dieser Verstrickung folgt
ein radikaler Dekonstruktionsprozess und bringt die
marxistische Utopie zum Einsturz. Heller entwirft in den 90er
Jahren eine neue Konzeption existenzieller Freiheit auf der
Basis eines radikalen Kontingenzbewusstseins, welches die
Selbstbestimmung und Selbstgestaltung des Individuums durch
die bewusst getroffene Wahl ins Zentrum rückt.
»[...] Hier ist die Verfasserin eine engagierte Rezipientin
der Philosophin der ›radikalen Kontingenz‹ [...]; sie erschließt
für die deutschsprachige Heller-Rezeption Neuland.«
Rüdiger Dannemann, in: Lukács 2003. Jahrbuch der
Internationalen Georg-Lukács-Gesellschaft |