Aufklärung über das Soziale

Rudolf Altrichter

Aufklärung über das Soziale

Zur Kritik der Netzgesellschaft und der neueren Ethik

Beiträge zur Kulturwissenschaft, Bd. 29

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1. Auflage 2013, 122 Seiten,
Broschur 14 x 21 cm
ISBN: 978-3-89896-525-5

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»Wie vor dem Hintergrund einer Katastrophe, deren Ursache vergessen wurde, scheinen alle Leute irgendwie unsichtbar miteinander verbunden zu sein, während ihr Verhalten eher dafür spricht, dass sie einander sonderbar fremd geworden sind. Unbestritten ist die zwischenmenschliche Sphäre durch das Netz völlig umgestaltet worden, und von daher stellt sich die Frage nach dem Sozialen neu.«
Das Internet ist das Instrument einer Vernetzung, die den Menschen zugleich sozial zu befreien und zu normieren verspricht. Die kritisch auf Rousseau und Kant verweisende These des vorliegenden Buches besagt, dass das Netz in Form einer ›neuen Mythologie‹ eine politische Ökonomie etabliert, deren revolutionärer Sinn die Zerstörung jeder Art von Erfahrung ist, welche nicht durch das Netz geschaffen wurde.

 

Interview auf www.tagesanzeiger.ch von Alexander Sury

«Im Internet wird alles latent»
Vernetzung als «reine» Revolution: Der Berner Philosoph Rudolf Altrichter analysiert in seinem neuen Buch das Internet als Instrument, das den Menschen gleichzeitig sozial zu befreien und zu normieren verspricht.

Sie behaupten in Ihrem neuen Buch, dass das Internet jede bisherige Kultur zerstöre, und zwar durch den Vorgang der Vernetzung selbst, der Sinnzusammenhänge zerreisse und in einen ursprünglichen Zustand zurückversetze. Was haben Sie gegen das Internet?
Man könnte etwas dagegen haben, wenn es vermeidbar wäre. Aber das ist es nicht. Niemand kann es sich heute leisten, ganz und gar gegen das Internet eingestellt zu sein, auch wenn es zugegeben sicher ein paradiesischer Zustand wäre, das Internet auf Dauer abzustellen. Wir könnten dann alle Zeit der Welt darauf verwenden, uns richtig zu langweilen …

Das vollständige Interview können Sie hier als pdf lesen.

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