Technische Paradiese

Marlene Illner, Matthias Winzen (Hg.)

Technische Paradiese

Die Zukunft in der Karikatur des 19. Jahrhunderts

1. Auflage 2016, 304 Seiten mit zahlreichen farbigen und schwarzweißen Abb.,
Hardcover 17,0 x 24,0 cm
ISBN: 978-3-89896-656-6

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24. September 2016 bis 5. März 2017 / Ausstellung im Museum
für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts Baden-Baden

1. April 2017 bis 9. Juli 2017 / Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karrikatur und Zeichenkunst Hannover

8. Oktober 2017 bis 10. Dezember 2017 / Historisches Zentrum Wuppertal

Die großen technischen Neuerungen des 19. Jahrhunderts, die Eisenbahn, die Dampfschifffahrt, die Fotografie, die Telegrafie und dann Telefonie, das Automobil, – all das kam relativ rasch im damaligen Alltag an. Die Menschen wussten oft nicht, wie sie den weltgeschichtlichen Neuankömmling Maschine einordnen sollten: als eine Art Tier (»Dampfross«), als halbmenschlichen Automaten, als himmlische (oder frühsozialistische) Erlösung von körperlicher Arbeit, als Frevel an der Natur oder mythischen Fluch? In dieser Lage vollbrachten die Blätter der großen europäischen Karikaturisten Heath, Cruikshank, Grandville, Daumier, Busch, Kley und Robida eine paradoxe kulturelle Integrationsleistung: Annäherung durch Ablehnung. Durch Spott und mutwillig schräge Vergleiche eignete die Karikatur sich die epochale Neuheit Maschine als feuerspeienden Drachen, eiserne Spinne oder Benzinhengst an. Als Kunst für das Aktuelle und für ein großes Publikum begleitete die Karikatur den revolutionären Aufstieg der Maschine von Nahem.