Gesellschaftsbild und Entfremdung

Thomas Kilian

Gesellschaftsbild und Entfremdung

Die Folgen unverarbeiteter gesellschaftlicher Komplexität

Diskurs Philosophie, Bd. 17

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1. Auflage 2017, 592 Seiten,
Broschur 15 x 23 cm
ISBN: 978-3-89896-672-6

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Vortrag

1. Juli 2017, 19.00 Uhr | Galerie Christoph Medicus, Badstr. 33 A, 13357 Berlin

»Brotlaib und Seele. Emotionale Ökonomien«
Im Rahmen der philosophischen Reihe »Generelle Phänomene« hält Thomas Kilian einen Vortrag unter dem Titel »Eine kleine Kritik des Dualismus« unter Bezugnahme zu seinem neuen Buch »Gesellschaftsbild und Entfremdung«.

Der Eintritt ist frei.

Auch als E-Book verfügbar.

Das facettenreiche Unbehagen an der Moderne hat seine Ursachen darin, dass die Menschen im Allgemeinen von einem Gesellschaftsbild ausgehen, das den Verhältnissen nicht mehr gerecht wird. Handeln mit Bezug auf die Gesellschaft ist daher von Misserfolgen bedroht und frustrierend. Von diesem Alp entlastet sich die Mehrheit durch den Rückzug ins Private. Zwar ist es aus prinzipiellen Gründen nicht möglich, die Totalität der Gesellschaft abzubilden. Aber es lässt sich zeigen, dass die vorherrschende Vorstellung eines primär hierarchisch organisierten Systems nicht mehr angemessen ist. Mit dem hierarchischen Gesellschaftsbild veralten auch die emanzipatorischen Utopien von Gleichheit, Demokratie und Solidarität. Sein Verblassen kann aber keinen wirklichen Ersatz finden denn in einem besseren Gesellschaftsbild. Es sei denn, man verabschiedet sich vom gesellschaftlich handelnden, bewussten Subjekt und akzeptiert Drift und Surrogate als Lebensmodus.