Gesellschaftsbild und Entfremdung

Thomas Kilian

Gesellschaftsbild und Entfremdung

Die Folgen unverarbeiteter gesellschaftlicher Komplexität

Diskurs Philosophie, Bd. 17

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1. Auflage 2017, 592 Seiten,
Broschur 15 x 23 cm
ISBN: 978-3-89896-672-6

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Vortrag

21. Juli 2017, 19.00 Uhr | Naturfreunde Berlin, Paretzer Str. 7, 10713 Berlin

Im Rahmen der Reihe »Wissenschaft konkret« hält Thomas Kilian einen Vortrag unter dem Titel »Gesellschaftsbild und Entfremdung: Die unverarbeitete Komplexität der Moderne« unter Bezugnahme zu seinem aktuellen Buch »Gesellschaftsbild und Entfremdung«.

Der Eintritt ist frei.

www.naturfreunde-berlin.de

Auch als E-Book verfügbar.

Das facettenreiche Unbehagen an der Moderne hat seine Ursachen darin, dass die Menschen im Allgemeinen von einem Gesellschaftsbild ausgehen, das den Verhältnissen nicht mehr gerecht wird. Handeln mit Bezug auf die Gesellschaft ist daher von Misserfolgen bedroht und frustrierend. Von diesem Alp entlastet sich die Mehrheit durch den Rückzug ins Private. Zwar ist es aus prinzipiellen Gründen nicht möglich, die Totalität der Gesellschaft abzubilden. Aber es lässt sich zeigen, dass die vorherrschende Vorstellung eines primär hierarchisch organisierten Systems nicht mehr angemessen ist. Mit dem hierarchischen Gesellschaftsbild veralten auch die emanzipatorischen Utopien von Gleichheit, Demokratie und Solidarität. Sein Verblassen kann aber keinen wirklichen Ersatz finden denn in einem besseren Gesellschaftsbild. Es sei denn, man verabschiedet sich vom gesellschaftlich handelnden, bewussten Subjekt und akzeptiert Drift und Surrogate als Lebensmodus.