Beschreibung
»Die Welt geschieht …« – dieser Beginn des vorliegenden Bandes spiegelt den Ausgangspunkt der Gedichte und Textfragmente. Die Welt geschieht und der Autor steckt mittendrin, beobachtet, nimmt Eindrücke auf, fühlt sich teilweise hilflos und überwältigt und gibt diesen Gefühlen sprachlichen Ausdruck. Das ist oft sehr persönlich – die Suche und Einordnung der eigenen Stellung im Universum, die Auseinandersetzung mit dem Älterwerden und dem Tod und all die damit verbundenen Emotionen. Die Texte sind keine leichte Kost, oft fragmenthaft, verrätselt, assoziativ mit eigenen Wortschöpfungen und einer fast dadaistisch anmutenden Bildsprache, die sich die Freiheit nimmt, sprachliche Konventionen zu überwinden. Aber gerade dadurch sind sie auch immer wieder tief berührend, so z. B. wenn in einigen der letzten Texte das schmerzhafte Verhältnis zum mittlerweile verstorbenen Vater und zur Schwester thematisiert wird. Hier bewegt sich ein Fragender durch die Welt, dem nichts selbstverständlich ist und dem Kunst, Musik und natürlich die Auseinandersetzung mit Sprache Trost und Lebens-Möglichkeiten bieten.






