Beschreibung
Elena Krämers Gedichte führen uns in diesem Lyrikband in Zwischenräume: zwischen Schuld und Unschuld, Erinnerung und Gegenwart, Zärtlichkeit und Abgrund. Mit wachem Blick und einer Sprache, die Bilder nicht scheut, erkundet sie seelische Landschaften – mal staubig und grau, mal von gleißendem Licht durchflutet.
In Anlehnung an Film, Musik und Mythos entstehen poetische Dialoge mit der Welt. Da ist die graue Stadt, in der Gesichter von Asche geschwärzt sind, während das Blumenmeer des Sommers schon lauert. Da sind Eltern und Kinder, die einander suchen, Liebende, die sich verlieren, und einsame Wandernde, die vom stillen Mond geführt werden.
Krämers Lyrik ist unmittelbar und bildstark, manchmal schonungslos, dann wieder von leiser Innigkeit getragen. Sie wagt den Blick in die Abgründe der Seele und findet dennoch Momente von Güte, die nicht sentimental, sondern erkämpft wirken. Ihre Gedichte erzählen von der Versuchung der Zerstörung ebenso wie von der beharrlichen Hoffnung, dass im Staub ein Same liegt.
Die Frau am Holztisch ist ein Lyrikband, der das Vergehen nicht fürchtet. Mit leiser, nachhallender Dringlichkeit sucht er im Flüchtigen das Bleibende. Diese Texte wollen gelesen, noch einmal gelesen und weitergedacht werden – bis sie beginnen, im eigenen Inneren mitzusprechen.






