Beschreibung
Ein Haiku als Reaktion auf eine freie Malerei und umgekehrt: Was für eine wunderbare Idee, die – wie man in diesem Buch sehen kann – zu vielen spannenden Begegnungen führen kann.
Das Haiku an sich bedeutet ja schon eine Verdichtung, eine Konzentration auf das Wesentliche und findet hier Vertiefung und Widerhall in den Bildern. Und umgekehrt bringen die Gedichte als Antwort auf die Bilder diese zum Leuchten und offenbaren oftmals einen Teil der Geheimnisse, die in ihnen stecken. Beide Kunstformen können dabei tiefgründig und philosophisch sein, aber ebenso heiter, kurios und humorvoll.
Ergänzt werden die Arbeiten durch Erzählungen zu Ideenfindung und Schaffensprozess, die die Entstehungsgeschichte dieses Projektes mit allen Auf und Ab’s dokumentieren und den Lesenden einerseits einen spannenden Einblick in das künstlerische Schaffen gewähren, andererseits auch Möglichkeiten aufzeigen, selbst kreativ zu werden.
Lesen Sie hier das Interview zum Buch.
Porträt
Norbert C. Korte, im Schatten des Kölner Doms aufgewachsen und so alt wie die Bundesrepublik Deutschland. Lebt schon seit vielen Jahren an der Deutschen Weinstraße. – Die ›Landschaft‹ seines beruflichen Wirkens war und ist von Sozialarbeit und Erwachsenenbildung geprägt. – Auch heute noch geht er seinen beruflichen Interessen nach: mit Seminar- und Beratungsangeboten; und was auch zu ihm gehört: »Man erlebt ihn selten Radlos«.
Seit 40 Jahren schreibt er Haiku und hat damit eine lang zurückliegende Tradition seiner Familie aufgegriffen, die vor und nach der Jahrhundertwende 1900 viele Jahre in Japan lebte. – Das Wesen dieser Gedichte geben diese drei Redewendungen wieder: »Sag es mit eigenen Worten« und »In der Kürze liegt die Würze«, wie letztendlich »Über die Sinne zum Sinn«.
Neben zahlreichen Veröffentlichungen von Lyrik in Anthologien und Zeitschriften, ist er auch Autor, wie Herausgeber von Fachliteratur im pädagogischem, wie soziologischem Bereich und war über viele Jahre Redakteur einer pädagogischen Fachzeitschrift.
Kristina Marion Vetter, Jahrgang 1957. Viele Jahre als Lehrerin tätig. Die Vielfalt ihrer musischen und künstlerischen Fähigkeiten kommt vor allem in der Malerei mit eigenen Ausstellungen zur Geltung. In der letzten Zeit entdeckte sie das Geschichten-Erzählen mit selbstentworfenen Figuren.
Stimmen zum Buch
»Das Buch hat mich entschleunigt und motiviert etwas Neues auszuprobieren. Es hat meine Wahrnehmung bewusst in Szene gesetzt und damit alle meine Sinne gezielt aktiviert. Der Band steht immer noch in Reichweite, wenn ich später mit anderem Blick all dies noch mal betrachten möchte. Damit ist es für mich zu einem universalen Werk geworden. So nenne ich Bücher, die immer wieder aufgeschlagen werden, wenn mir danach ist, meine Perspektive zu wechseln, zu mir selbst zu finden und mich neu inspirieren zu lassen.«
Iza Koch, Neustadt an der Weinstraße, Künstlerin mit eigenem Atelier
»Das Haiku, eine traditionelle japanische Gedichtform mit 17 Silben, zeichnet sich durch Schlichtheit und Tiefe aus. Es fängt flüchtige Momente ein, oft inspiriert von der Natur, und verdichtet sie auf das Wesentliche. In der Verbindung mit den Bildern von Kristina Marion Vetter entfalten die Haiku ihre ganze Strahlkraft. Sie geben den Gemälden neue Perspektiven, lassen sie leuchten und offenbaren Geheimnisse, die sich auf den ersten Blick nicht zeigen. Gleichzeitig wirken die Bilder wie ein Spiegel für die Gedichte, vertiefen und erweitern deren Botschaften. So entstehen kunstvolle Resonanzen, die das Wesen beider Ausdrucksformen sichtbar machen.«
BRR Journal, Jubiläumsausgabe, Sommer 2025
»(…) So wird die Ausstellung nicht nur zu einem Ort der Betrachtung, sondern auch zu einem Raum des Austauschs und der Inspiration. Die Idee, Haiku und freie Malerei miteinander zu verbinden, erweist sich als überaus bereichernd – ein Dialog zwischen Ost und West, zwischen Wort und Bild, der noch lange nachhallt.«
Erschienen am 02.03.2025 auf Mittelpfalz.de, https://mittelpfalz.de/2025/?cat=4
»Die Kombination von Haiku und Bild regt die Betrachtenden zu Überlegungen an, zur Überprüfung der Schlüssigkeit, zur Suche nach eigenen Alternativen (technisch einfacher natürlich als Haiku). Wer sich auf die Suche nach möglichen Varianten einlässt, wer sich wie die beiden Künstler „öffnen“ kann, wird Interessantes und Vielfältiges entdecken, vielleicht auch die eigene Lust und Fähigkeit zum Schreiben von Haiku, wozu der Autor im Nachwort ausdrücklich anregt. Das Anregende dieses Buches, dieses „ungleichen Zweierlei’s“ wird – nach den Erfahrungen der Ausstellung – um so ergiebiger sein, je öfter sich jemand auf diese Bilder und Gedichte einläßt. Nehmen Sie sich daher ruhig Zeit dabei – es müssen ja nicht gleich sieben Jahre sein.«
Thomas Röstel, Kassel, „Wort-Drechsler“
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