Werner von Mutzenbecher

Fremde Stadt

Texte 1967 – 2001

19,90 

ISBN: 978-3-7455-1183-3 Kategorien: , , , , , Schlagwort:

Beschreibung

Die vorliegende Publikation versammelt erstmals in vollständiger Form die frühesten Schriften des Malers, Experimentalfilmers und Schriftstellers Werner von Mutzenbecher. Seine vielfältigen Beziehungen zu den Medien und die Eigenheiten seines Schreibens scheinen darin im Kern schon vorgeformt.
Wie der Maler Pinsel und Farbe einsetzt, der Filmemacher Bilder verschiebt und austauscht, spielt der Autor mit Wörtern und Sätzen, um in seiner Prosa ganz unterschiedliche Lebens-Momente einzufangen. Oft wirken die Texte wie Traumsequenzen – manchmal auch albtraumhaft – verrätselt, sehr bildgewaltig, sehr persönlich – selbst in den scheinbar banalen Alltagsmomenten. Man kann in diesen Sprachgebilden versinken und sich der erzeugten Emotionalität vollkommen hingeben. Erst nach und nach treten sich wiederholende Motive hervor, fügen sich wie einzelne Puzzleteilchen zusammen und geben den Blick frei auf ein bewegtes Leben: Kriegserfahrungen des Kindes, Naturerleben, die Lust am, aber auch Angst vor dem Reisen, das Wahrnehmen der Schönheit kleiner Alltäglichkeiten, aber auch Erkenntnis der verrinnenden Zeit, der eigenen Vergänglichkeit.

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Zusätzliche Information

Erscheinungsjahr

2024

Buchformat

Klappenbroschur

Seiten

184

Porträt

Werner von Mutzenbecher, geb. 1937 in Frankfurt am Main, lebt heute als Maler, Filmemacher und Autor in Basel. Schulen in Riehen und Basel, zwei Semester Studium der Philosophie und der Germanistik an der Universität Basel, 1957–1960 Kunststudium an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel, Nachtarbeit bei der Post, 1977 Konservator ad interim der Kunsthalle Basel, Lehrtätigkeit an der Schule für Gestaltung Basel, 1987–2000 Leiter der Malklasse an der Hochschule für Gestaltung Basel, seit 1968 auch Experimentalfilme, freie und angewandte Texte, Ausstellungen und Filmvorführungen im In- und Ausland.
Veröffentlichungen: »Reise nach Polgsen, polnisch Pełczyn«, »Die Geschichte von Monsieur M.« und »Jonathan träumt« im Stroemfeld Verlag, »Im Film sein« im modo Verlag. Zuletzt erschienen in der edition exemplum der Lyrikband »Die Gedichte« sowie die Erzählbände »Nachtgesichter«, »Dort geht Sergio« und »Die Lieder«.

Leseprobe

Fremde Stadt

Stimmen zum Buch

Literarischer Spaziergang durch Werner von Mutzenbechers Kopf. Der Basler Multisparten-Künstler legt mit »Fremde Stadt« lesenswerte Kurztexte aus vier Jahrzehnten vor.
Dominique Spirgi, BZ

«Das erste Wort des Buchs lautet ‹Traum› und die Schilderung des Geträumten, das sich in einer fremden Stadt abspielt, ist rätselhaft und unheimlich, wie Träume eben oft sind. Die Eisenbahnschienen in der geträumten fremden Stadt ziehen sich sozusagen durch das ganze Buch, in dem immer wieder von Lokomotiven, vom Zeitgefühl des Reisenden die Rede ist. Und das scheint auch die einzige Chronologie zu sein, mit der das Buch auskommt, wohl aber auch die einzige, auf die hingewiesen werden muss. Das Leben mit den grossen Themen Liebe, Hass, Schuld, Angst, Geburt und Tod erscheint wie eine Reise im Zug, auf der man die ‹Gegenwart immer mit sich› nimmt. ‹Meiner Zeit renne ich nach, aber ich bin zu langsam.› Dies ist nur einer von vielen Sätzen, die so manchen Lesern vertraut sein dürften. Von Mutzenbecher findet aber nicht nur für die philosophischen Themen des Lebens die passenden Worte, sondern auch für mal akribische, mal anrührende Schilderungen von Gegenständen, der Geliebten und immer wieder der Natur, etwa des Grases: ‹Ein Grün so grün, wie es nur neben dem Kanal und in dem Vorort möglich war.›»
Michèle Faller, Riehener Zeitung

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