Beschreibung
Die Texte in diesem Band kreisen um das Unterwegssein, um Übergänge und Neuanfänge. Erinnerungen tauchen auf, Verluste werden sichtbar, Hoffnungen nehmen Gestalt an. Menschen stehen an Schwellenmomenten ihres Lebens: In vier Kapiteln suchen sie nach ganz persönlichen Lebenswegen, nach echten Begegnungen, nach gesellschafts-politischer Verantwortung und nach Möglichkeiten des künstlerischen Ausdrucks. Sie folgen Eulenrufen, erleben Nähe auch im Schweigen, sprechen von den Erfahrungen Überlebender und bringen als Autorinnen des Erinnerns Geschichten zum Leuchten.
Zwischen Realität und Traum entstehen Prosaminiaturen, die Szenen, Stimmen und innere Bewegungen in einer dichten Sprache entfalten. Immer wieder stellt sich dabei die Frage, was Aufbrechen bedeutet – das Zurücklassen von Gewohntem, das Überwinden von Enge und Angst, den Schritt ins Offene.
Die Sprache verbindet die Klarheit der Prosa mit der Bildkraft der Lyrik. Sie schafft kurze, prägnante Lesemomente, in denen Fragilität und Stärke, Zweifel und Zuversicht nebeneinanderstehen.
So entsteht ein Mosaik von Geschichten und Bildern, das die Lesenden begleitet auf dem Weg durch eigene Erinnerungen, Empfindungen und Möglichkeiten.
Lesen Sie hier das Interview zum Buch.
Porträt
Jutta v. Ochsenstein wurde 1960 in Nordhessen geboren, studierte Germanistik und Romanistik mit Aufenthalten in Frankreich und arbeitete mehrere Jahre in friedenspolitischen Organisationen. Inzwischen lebt sie nahe Stuttgart als Pädagogin und Autorin. Neben Fachliteratur veröffentlicht sie Lyrik und Kurzprosa. 2018 erschien ihre französische Übersetzung von Werken Georg Trakls zusammen mit E. Hupel (Verlag Voix d’encre Montélimar, 2. Auflage 2020), 2022 der Gedicht- und Fotoband »Von der Unschärfe der Wälder« mit W. Haenle (edition heusteig Stuttgart) und 2025 ihr Gedichtband »dennoch atmen« (edition offenes feld Dortmund, Hrsg. Jürgen Brôcan).
Stimmen zum Buch
»[…] Manche Texte spiegeln Szenen, die man im Alltag übersehen hätte. Die Autorin hält für uns kurz die Zeit an und lenkt den Blick nach innen in die Gefühls- bzw. Gedankenwelt der dargestellten Personen. Die Leser:innen werden zum Publikum innerer Konflikte oder deren Auflösung.[…] Jutta von Ochsenstein ist eine genaue Beobachterin, die um die Kraft der Details weiß. Ihre Prosa ist sorgfältig ausgewogen. Schöne Sätze sind bei ihr nicht um ihrer selbst willen schön. Sie erzeugt mit ihren Bildern Metaphern.«
Die vollständige Rezension von Britta Roeder finden Sie auf: https://www.booknerds.de/2026/01/jutta-von-ochsenstein-aufbrechen-lyrische-prosaminiaturen/
Termine
Lesungen
Jutta v. Ochsenstein liest unter anderem aus ihren neuen Buch »Aufbrechen«
Freitag, 27. Februar 2026
Beginn: 19:30 Uhr
Veranstaltungsort: Literaturbüro München, Milchstraße 4, 81667 München
Freitag, 20. März 2026
Beginn: 14 Uhr
Veranstaltungsort: Buchhandlung Hugendubel, Petersstraße 12, 04109 Leipzig.
Samstag, 21. März 2026
Beginn: 15 Uhr
Veranstaltungsort: Kulturhof Gohlis, Eisenacher Str. 72, 04155 Leipzig.
Samstag, 18. April 2026
Beginn: 19 Uhr
Veranstaltungsort: Lesebühne Neue Fledermaus, Gerwigstr. 17, 76131 Karlsruhe.